18.02.2010 | Redakteur: Stéphane Itasse

Der Vorstand des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall hat das am Donnerstag in Düsseldorf vereinbarte „Krisenpaket 2012“ für die Metall- und Elektro-Industrie einstimmig zur Übernahme in den anderen Tarifgebieten empfohlen. Der Abschluss sei ein Zeichen gemeinsamen Krisenmanagements, sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser laut einer Mitteilung des Verbandes.
Dies gelte für den Inhalt ebenso wie für das Verfahren, meinte Kannegiesser weiter: „Wir haben nach intensiven Verhandlungen gut zwei Monate vor Ablauf der geltenden Tarifverträge eine Einigung auf friedlichem Wege gefunden – das hat es so noch nie gegeben“.
Krisen-Tarifpaket mit zwei wichtigen Punkten
Das Krisenpaket für Nordrhein-Westfalen umfasst laut Mitteilung vor allem zwei Punkte:
Mit dem „Krisenpaket 2012“ hätten beide Seiten auf gewohnte Rituale verzichtet, den Erhalt der Arbeitsplätze in der Krise erleichtert, den Betrieben für die nächsten 25 Monate Planungssicherheit gegeben und die Entgelterhöhungen in einem vertretbaren Rahmen gehalten. Dies sei die richtige Antwort auf die in diesem Ausmaß bislang einmalige Krise der Branche.
Auch der VDMA hat den Tarifabschluss im Pilotbezirk Nordrhein-Westfalen begrüßt. „Das Ergebnis zeigt, dass sich die Tarifparteien erfolgreich darum bemüht haben, der äußerst schwierigen wirtschaftlichen Lage, in der sich die meisten Unternehmen derzeit befinden, weitgehend Rechnung zu tragen“, sagte VDMA-Hauptgeschäftsführer Dr. Hannes Hesse. Die Vereinbarungen der Tarifparteien, insbesondere zur Arbeitsplatzsicherung, könnten aber den einzelnen Unternehmer nicht von seiner Verantwortung entbinden, die notwendigen personalpolitischen Entscheidungen zu treffen.
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