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Messe Zukunft Personal 2010

Human-Resources-Branche ist gut durch die Krise gekommen

13.10.2010 | Redakteur: Peter Steinmüller

Warema-Chefin Angelique Renkhoff-Mücke (l.) bezeichnete sich auf der Zukunft Personal selbst ironisch als „Quotenfrau“. Rechts im Bild: Moderatorin Katharina Schmitt. Bild: Steinmüller

„Die Human-Resources-Branche ist gut durch die Krise gekommen“, sagte Alexander Petsch anlässlich der Eröffnung der Messe Zukunft Personal 2010 in Köln.

Der Geschäftsführer des Veranstalters Spring Messe Management in Mannheim begründete dies unter anderem mit der Beobachtung, dass die Personalabteilungen während des Konjunkturabschwungs mit der Anpassung der Beschäftigtenkapazitäten stärker ausgelastet gewesen seien als in den guten Zeiten.

Als weiteren Indikator für seine These nannte Petsch die gute Geschäftslage der großen Zeitarbeitsfirmen, die seit dem zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen schrieben. Zudem hat sich Petsch zufolge die Einstellung der Unternehmen zur Weiterbildung geändert: Die Budgets dafür wurden zwar heruntergefahren, aber nicht wie in früheren Krisen komplett zusammengestrichen. Laut einer Studie hätten in diesem Jahr sogar 20% der Unternehmen ihren Weiterbildungsetat erhöht.

Messeveranstalter rechnet mit rund 11000 Besuchern

Mit mehr als 530 Ausstellern hat die Zukunft Personal ihren Vorjahresergebnis deutlich übertroffen. Zu den Ausstellern zählen Weiterbildungsinstitute, Jobbörsen, Zeitarbeitsunternehmen, Softwarehäuser und Personalberatungen. Petsch rechnet mit rund 11000 Besuchern. Angesichts dieser Leistungsdaten betonte Petsch den Anspruch der Zukunft Personal, die größte Messe Europas zu diesem Thema zu sein.

Eines der zentralen Themen des Rahmenprogramms war die berufliche Gleichstellung der Frauen. Prof. Dr. Dirk Sliwka von der Universität Köln stellte Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten vor, wonach Teilzeitarbeit ein wichtiges Karrierehindernis für Frauen sei. In der Lebensphase, in der Männer befördert würden, arbeiteten Frauen häufig nicht in Vollzeit.

Frauen sollen nicht in Teilzeit „abwandern“

„Wir verschenken ein großes Reservoir, wenn wir Frauen in Teilzeit abwandern lassen“, warnte der Personalökonom. Trotzdem setzt die Deutsche Telekom auf dieses Instrument, um das Humankapital von Müttern für sich zu sichern, erzählte Personalchef Dr. Matthias Schuster. Sein Unternehmen habe die Beweispflicht umgedreht: Mitarbeiter müssen nun nicht mehr begründen, warum sie Teilzeit arbeiten wollen. Vielmehr ist es Aufgabe der Abteilungsleiter, eine mögliche Ablehnung genau zu begründen.

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