08.07.2009 | Autor / Redakteur: Martin Sonneck / Jürgen Schreier

Anlässlich einer Kongressveranstaltung in München zum Thema „Deutschland hat Zukunft! Wachstum entfesseln“ rückte die VBW – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft das eher stiefmütterlich behandelte Thema Bürokratieabbau in den Fokus der Betrachtung.
Die Zuversicht, die das Motto „Deutschland hat Zukunft!“ nährt, kommt nicht von ungefähr. Der VBW sieht für die Unternehmen in diesen Krisenzeiten zwei Hauptgründe, die diese Zuversicht untermauern. So haben die Unternehmen in der Vergangenheit bereits Umstrukturierungsprozesse durchlebt, so dass sie heute vielfach besser aufgestellt sind als internationale Wettbewerber.
Schlanke und effiziente Strukturen sind dabei ebenso zu erwähnen wie innovative Produkte oder Dienstleistungen oder das gut ausgebildete Personal. Zum zweiten liege die Kraft in der Wirtschaftsordnung Deutschlands, der Sozialen Marktwirtschaft. Es gelte jetzt, so der Präsident des VBW, Randolf Rodenstock, den Grundprinzipien dieser Wirtschaftsordnung – Freiheit, Wettbewerb, Selbstverantwortung und Eigeninitiative wieder zu Geltung zu verhelfen. Die Wiederbelebung der Sozialen Marktwirtschaft könne demnach das effektivste Konjunkturprogramm sein.
Vor diesem Hintergrund wies Rodenstock darauf hin, dass die schlechte konjunkturelle Lage nicht dazu führen darf, dass der Bürokratieabbau in den Hintergrund gerät. „Der Bürokratieabbau ist vielmehr untrennbarer Bestandteil einer wachstumsfördernden Politik. Unsere Unternehmen bräuchten die finanziellen Mittel, die sie für bürokratische Pflichten aufwenden müssen, derzeit viel dringender für Innovationen und die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit.“
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