08.12.2009 | Redakteur: Stéphane Itasse

Produktpiraterie bedroht mittlerweile die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Investitionsgüterindustrie, so der VDMA. Laut einer Umfrage des Verbands sind bereits zwei Drittel der über 3000 Mitgliedsunternehmen betroffen. Deshalb gründen der VDMA und seine Mitgliedsunternehmen die Arbeitsgemeinschaft „Produkt- und Know-how-Schutz“ (AG Protect), wie der Verband am Dienstag mitteilt.
Der durch Produktpiraterie entstandene weltweite Schaden wird in einer OECD-Studie vom November 2009 auf rund 250 Mrd. US-Dollar geschätzt, heißt es. Berücksichtige man auch immaterielle Güter und die wirtschaftlichen Folgen für Verbraucher und Gesellschaft, würden noch höhere Beträge erreicht: Auf 750 Mrd. US-Dollar beziffere die ICC (International Chamber of Commerce) diesen Schaden auf ihrer Tagung „Fifth Global Congress on Combating Counterfeiting and Piracy” Anfang Dezember im mexikanischen Cancun.
Der Schaden, der dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau jährlich durch Produktpiraterie entsteht, beläuft sich auf mehrere Milliarden Euro Umsatzverluste – mit steigender Tendenz, wie der VDMA berichtet. Die neue Arbeitsgemeinschaft „Produkt- und Know-how-Schutz“soll die Interessen der Anbieter von Technik und Dienstleistungen zum Produkt- und Know-how-Schutz bündeln. Dabei stehen laut Organisatoren folgende Produktbereiche im Fokus:
Die inhaltlichen Schwerpunkte würden zunächst die Aufklärung betroffener industrieller Branchen, wie Maschinen- und Anlagenbau, Automobilbau und Automation, die transparente Darstellung der von den Mitgliedern angebotenen Produkte und Dienstleistungen sowie die Interessensvertretung hinsichtlich Forschung und Normung sein. Die AG Protect soll Anfang 2010 aktiv werden und bereits auf der Hannover-Messe 2010 präsent sein.
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