26.01.2010 | Redakteur: Stéphane Itasse

Rund 1 Mio. Euro zusätzlicher Einnahmen für die Staatskasse erwirtschaftet hierzulande jeder Steuerprüfer jährlich, Tendenz steigend. Denn zunehmend digitalisierte Daten lassen sich
Rund 1 Mio. Euro zusätzlicher Einnahmen für die Staatskasse erwirtschaftet hierzulande jeder Steuerprüfer jährlich, Tendenz steigend. Denn zunehmend digitalisierte Daten lassen sich immer schneller gegeneinander abgleichen. Und so kommen die Steuerprüfer auch immer öfter zu kleineren Unternehmen, wie der Verlag C.H.Beck mitteilt.
„Das komplizierte deutsche Steuerrecht provoziert zahlreiche Streitfragen, die nicht selten in saftigen Nachzahlungen enden“, sagt Rechtsanwalt K. Jan Schiffer, Autor des Kompakt-Ratgebers „Steuerprüfung“ (Verlag C.H.Beck). Betroffen seien nicht nur Großunternehmen, sondern auch kleinere Betriebe und Selbständige.
Eigentlich ist die Steuerprüfung in einem Unternehmen laut Schiffer ein ganz normaler Vorgang. Doch während der Prüfer bei den Großen turnusmäßig erscheine, sei bei Kleinen und Selbständigen für sein Kommen oft ein konkreter Verdacht ausschlaggebend.
Das könnten Verluste über mehrere Jahre sein oder Einnahmen, die nicht die normalen Lebenshaltungskosten decken. Auch ein Lebensstil, der in keinem Verhältnis zum Einkommen stehe, wecke schnell den Argwohn der Prüfer.
Anonyme Anzeigen von verärgerten Mitarbeitern oder der neidischen Konkurrenz würden dem Finanzamt ebenfalls von Fall zu Fall auf die Sprünge helfen. „Wenn Sie von einer Anzeige gegen Ihre Person erfahren, suchen Sie die offene Kommunikation mit dem Finanzamt“, empfiehlt Schiffer. Eine Vorwegverteidigung sei häufig sinnvoller als den Gang des Verfahrens abzuwarten. Denn hinter dem Finanzverwaltungssystem würden immer Menschen stehen, die die Steuergesetze anwenden und beurteilen.
Sollte die Steuerfahndung dennoch anrücken, rät der Autor zum Sieben-Punkte-Alarmplan:
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