25.01.2010 | Autor / Redakteur: Peter Steinmüller / Peter Steinmüller

Ernst Raue, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG, begründet im MM-Exklusiv-Interview, warum Wissenstransfer und Online-Kommunikation auf der Cebit immer wichtiger werden und die Gesamtbesucherzahl für die Aussteller nicht entscheidend ist.
Raue: Das Geschäft mit weltumspannenden Konzernen läuft sehr direkt. Da trifft sich auf der Cebit der CIO des Kunden mit dem CEO des IT-Unternehmens. Aber die große Zahl der Mittelständler hat nicht die unmittelbaren Kontakte zu ihren IT-Lieferanten, und umgekehrt. Da ist eine Messe das ideale Instrument, um viele Menschen in sehr kurzer Zeit zu erreichen. Die starke Ausrichtung auf Besucher aus dem Mittelstand entspricht den Wünschen unserer Aussteller.
Raue: Wir haben das bisherige Konzept weiterentwickelt. Bislang haben wir nur die dort anwesenden Besucher erreicht. Im Studio Mittelstand können Interessierte die Aussteller nicht nur wie bisher direkt am Stand ansprechen, sondern auch über das Internet ihre Fragen stellen. Zudem haben wir den nachhaltigen Effekt, weil viele Angebote auch nach dem Ende der Cebit 2010 noch zur Verfügung stehen.
Raue: Die Einstellung hat sich in den vergangenen Jahren massiv gewandelt. Wir organisieren auf der Cebit eine ganze Reihe von Events wie die Global Conferences, weil eine Messe wie die Cebit inzwischen auch eine Drehscheibe für Wissenstransfer ist. Heute geht es um das Vorstellen von komplexen Lösungen, zu denen ein großer Umfang an Dienstleistungen gehört. Um sie präsentieren zu können, benötigen die Aussteller nicht nur Messestände, sondern auch Formate, wo mehr Wissensvermittlung stattfindet.

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