16.06.2010 | Autor / Redakteur: Björn Schultze / Peter Steinmüller

Seine technische Dokumentation der Sparten Lkw, Bus und Motor führte MAN Nutzfahrzeuge in einem webbasierten Redaktionssystem zusammen. Redundante Dokumentationen, fehlerhafte Texte und aufwendige Informationssuche haben seitdem ein Ende.
Die MAN-Nutzfahrzeuge-Gruppe mit Sitz in München ist das größte Unternehmen der MAN-Gruppe und einer der führenden internationalen Anbieter von Nutzfahrzeugen und Transportlösungen. Die Bedienungsanleitungen und Dokumentationen werden in 23 Sprachen übersetzt. Bei jährlich mehr als 90 000 verkauften Lkw und mehr als 7 000 verkauften Bussen keine Kleinigkeit.
Im Jahr 2006 hatte MAN begonnen, sich über eine Redaktionslösung Gedanken zu machen. Von Anfang an war diese als webbasiertes Dokumentationssystem mit linguistischer Intelligenz konzipiert. Die Erstellung der technischen Informationen sollte dadurch deutlich effizienter und eine der häufigsten Fehlerquellen ausgeschaltet werden: inkonsistente, fehlerhafte Texte. Die Lösung entstand in Kooperation mit Ekumo in Berlin, dem Anbieter des gleichnamigen Redaktionssystems. Die Sprachkomponente kam vom Projektpartner Acrolinx, ebenfalls aus Berlin, der mit dem serverbasierten Acrolinx IQ für das kontrollierte Sprach- und Autorenmanagement sorgt.
Ziel war es, in dem Projekt die technische Dokumentation der MAN-Sparten Lkw, Bus und Motor zusammenzuführen. In der „alten Welt“ verursachten die Informationen und Bedienungsanleitungen zu hohe Kosten, es gab kein unternehmensweites Content Sharing und die fehlende Standardisierung der Texte hatte eine redundante Dokumentation zur Folge. Mit dem webbasierten Redaktionssystem wurde die Single-Source-Idee für die Bereiche ausgebaut und zusammengeführt. Die mit der Redaktionslösung erstellten Textbausteine haben nun einen hohen Wiederverwendungsgrad.
War die Systemlandschaft vor dem Projekt heterogen und ließ einen unternehmensweiten Einsatz einer einheitlichen Terminologie nicht zu, so sind die Abläufe der technischen Redakteure heute wesentlich strukturierter. Das Einsparpotenzial durch die verbesserten Prozesse dürfte bei den Freigaben bei einem Zeitvorteil von bis zu 30% liegen, bei der Erstellung von Texten mit einem hohen Anteil von Fachbegriffen sogar bei bis zu 50%.
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