10.11.2010 | Redakteur: Bernd Maienschein

Im weltweiten Kampf gegen Fälschungen von Medikamenten und Verpackungen setzen internationale Pharmaunternehmen und Branchenverbände auf den GS1-Datamatrix-Code zur seriellen Codierung einzelner Verpackungseinheiten. Für das Prüfen und Lesen der Codes bietet Sick ein breites Portfolio an Codelesern an.
Experten schätzen, dass weltweit gefälschte Medikamente mit einem Marktwert von rund 25 Mrd. Euro im Umlauf sind. Ebenfalls auf ein großes Volumen kommt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach Angaben von Sick, Waldkirch, wenn sie den Plagiatanteil am weltweiten Pharma-Gesamtmarkt mit etwa 8% angibt.
Beim GS1-Datamatrix-Code handelt es sich um eine 2D-Codierung. In den bis zu 60 Stellen des GS1 Datamatrix werden - den Efpia-Empfehlungen (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations) folgend — der Hersteller-Produktcode, das Verfallsdatum sowie die Chargennummer gespeichert.
Durch die Integration einer nach dem Zufallsprinzip generierten Seriennummer gibt es jeden GS1 Datamatrix weltweit nur ein einziges Mal. Auf diese Weise gelingt eine fälschungssichere Produktindividualisierung auf Konsumentenverpackungsebene.
Die Umsetzung der Kennzeichnung und Verfolgung von Medikamenten erfordert von Herstellern, Distributoren und Endkunden die Installation eines Online-Produktverifikationssystems. Hierzu wird die eindeutige Seriennummer von den Medikamentenherstellern an eine zentrale Datenbank oder ein Datenbank-Netzwerk übertragen.
Der Apotheker beispielsweise kann dann vor dem Verkauf den Code online prüfen. Die Antwort des Verifikationssystems ist dann hoffentlich die Bestätigung des Originalproduktes — es kann aber auch zur Meldung einer Fälschung kommen.
So wenig es ohne den Einsatz von Datenbanken gehen wird, so wenig geht es ohne geeignete Codelesesysteme, mit denen die GS1 Datamatrix gelesen und auch geprüft werden können, so Sick. Sowohl in Verpackungsprozessen von Medikamenten bei Herstellern oder Lohnverpackern als auch in Pharma-Distributionszentren bewähren sich dabei 2D-Codeleser dieses Herstellers.
Mit fest montierten als auch mobilen 2D-Code-Handscannern, dem langjährigen Know-how in der Pharmaindustrie sowie der weltweiten Vertriebs- und Servicepräsenz ist Sick in der Lage, zukunftssichere Identlösungen für die gesamte Supply Chain aus einer Hand anzubieten.
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