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AKL

Automatische Kleinteilelager sind Backbones der Intralogistik

| Autor / Redakteur: Reinhard Irrgang / Bernd Maienschein

(Archiv: Vogel Business Media)

Nach „Shuttle-intensiven“ Jahren könnte man meinen, die besten Zeiten klassischer automatischer Kleinteilelager neigten sich dem Ende zu. Mitnichten, wie aktuelle Anwendungen zeigen, in denen sich AKL der neuesten Generation in ebenso unterschiedlichen wie anspruchsvollen Einsätzen bewähren.

Die Maschinenfabrik Niehoff optimiert derzeit die Fertigungsprozesse in der neu gebauten Produktionshalle durch die Integration eines hochleistungsfähigen Tablarlagers der Klinkhammer Group, Nürnberg (Bild 1). Die dreigassige, vollständig automatische und von drei Regalbediengeräten (RBG) versorgte Anlage ist für 8400 Tablare ausgelegt, in denen die für die Fertigung der Niehoff-Maschinen auftragsbezogen gefertigten oder zugekauften Teile vorgehalten werden. Vier ergonomisch gestaltete Wareneingangs- und Kommissionierplätze in der Vorzone sorgen für die reibungslose Abwicklung der Kleinteileaufträge. Gesteuert wird die Anlage über die direkt an das SAP WM/LES angebundene Software von Klinkhammer.

Hochleistungs-Tablar-AKL ideal für Produktionslogistik im Maschinenbau

Wie Norbert Brandt (Bild 2 – siehe Bildergalerie), Fertigungsleiter der Maschinenfabrik Niehoff in Schwabach, erläutert, begann die „Planung des AKL im Oktober 2010 als Teil der Planung des zweiten Bauabschnitts der neuen Fabrik und führte im Februar 2011 zur Bestellung bei Klinkhammer“. Die Inbetriebnahme der von Oktober 2011 bis Februar 2012 montierten Anlage begann „mit neuer SAP-integrierter Software im März 2012 und mündete im Beginn der Hochlaufphase der Befüllung Anfang Juni 2012“. Die Umlagerung der Bestände von der alten in die neue Fabrik soll bis Ende November 2012 abgeschlossen sein.

„Das Lager dient zur Konsolidierung von Waren, die über mehrere Wochen für einen Fertigungsauftrag zusammengestellt werden“, so Frank Klinkhammer (Bild 3), Geschäftsführer der Klinkhammer Förderanlagen GmbH, Nürnberg. Auf den Tablaren werden in unterschiedlichen Ladehilfsmitteln Komponenten für Baugruppen der zu fertigenden Maschinen konsolidiert und zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgelagert.

„Die anfängliche Idee, ein Behälterlager zu bauen, ist an den hohen Gewichten der zu lagernden Bauteile gescheitert“, denn in den Behältern werden Materialien bis zu 150 kg gelagert. „Eine Gewichtsklasse, für die es keine Behälter gibt, die in einem klassischen Behälter-AKL gelagert werden.“ Hingegen ist man „mit der Tablartechnik hier unabhängig bezüglich des Gewichts und der Dimension des Leergutes auf dem Tablar“. Ein eventuelles Durchbiegen der schweren Behälter wird durch die Tablare kompensiert.

Neues Tablar-AKL läuft bereits mit mehr als 99 % Verfügbarkeit

Durch die Tablartechnik ließ sich auf den RBG Ziehtechnik als Lastaufnahmemittel einsetzen, „wodurch die Freimaße zwischen den Regalebenen reduziert werden und die Lagerdichte im Gegensatz zur Teleskoptechnik um mehr als 10 % bei gleichem Flächengebrauch steigt“. Zudem sind durch die Ziehtechnik im Vergleich zur Teleskoptechnik im Behälterbereich hohe Gewichte bei hohen Leistungsanforderungen realisierbar.

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