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Fifi

Elektrischer Laufbursche folgt Herrchen/Frauchen auf einen Wink

| Redakteur: Jürgen Schreier

Über ein Kamerasystem erfasst Fifi Gesten des Anwenders dreidimensional und führt dessen Kommandos aus. So lässt sich Ffi berührungslos rangieren oder in die verschiedenen Betriebsmodi schalten.
Über ein Kamerasystem erfasst Fifi Gesten des Anwenders dreidimensional und führt dessen Kommandos aus. So lässt sich Ffi berührungslos rangieren oder in die verschiedenen Betriebsmodi schalten. (Bild: KIT)

Schwere Kisten schleppen, geduldig Einkaufstüten halten und den Koffer bis zum Flieger oder Taxi tragen: All das könnte künftig der elektrische Laufbursche Fifi übernehmen. Zu bestaunen ist er auf der Hannover-Messe 2015 (Research & Technology).

Oft bräuchte man im Alltag ein zweites Paar Arme, um so manche Transportaufgabe zu bewältigen. Doch auch in Betrieben gibt es noch viele Material- und Warenflüsse, die von Hand ausgeführt werden. Hier bedarf es eines elektrischen „Laufburschen“, der einfach mit natürlichen Gesten steuerbar den Mitarbeitern viele Tragelasten abnimmt und eigenständig transportiert. Das Assistenzsystem Fifi des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) kann genau dies.

Das fahrerlose Transportfahrzeug, das elektrisch angetrieben ist, hat gegenüber vielen anderen Lösungen der Intralogistik einen entscheidenden Vorteil: Es lässt sich kontaktlos mit bloßen Gesten steuern. Den Besuchern der Research & Technology zeigt sich Fifi erstmals im April 2015 in Halle 2. Das KIT setzt damit auf das langjährige Motto der internationalen Leitmesse für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer: innovative Lösungen aus der Wissenschaft in die Wirtschaft zu transferieren.

Und so funktioniert Fifi

Aber was macht Fifi konkret? Fifi erfasst seine Umgebung mit einer 3D-Kamera, erkennt dadurch entsprechende Gesten und kann so Befehle ausführen. Das Winken mit dem rechten Arm ist das Signal für die Anmeldung einer Person. Sobald das erfolgt ist, wechselt der Roboter in den Folgemodus – ganz wie ein braver Fifi. Während sich „Herrchen oder Frauchen“ frei bewegen können, hält die Transporteinheit stets einen gewissen Abstand.

In den Folgemodus ist der Übergabemodus eingebettet, der Fifi durch eine weitere Geste signalisiert wird. Dann rückt der elektronische Lastenträger auf Armlänge heran und kann so bequem be- oder entladen werden. Mit einem Zeigen auf eine Linie am Boden fährt der Lastenträger selbstständig entlang dieser Linie zur nächsten Station, in der er vom nächsten Nutzer entladen wird. „Mit Fifi haben wir ein Benutzerinterface entwickelt, das viel intuitiver und natürlicher ist, als die bisher in der Branche üblichen Systeme“, erklärt der Leiter des Instituts für Fördertechnik und Logistiksysteme am KIT, Kai Furmans. „Ziel ist es, Technik wirklich handhabbar zu machen.“

Research & Technology – die optimale Anlaufstelle für Technologiesuchende

„Wie wichtig innovative Lösungen aus der Wissenschaft für die Wirtschaft sind, wird mit Fifi deutlich. Mit der Research & Technology bieten wir den unterschiedlichen Anwenderbranchen innerhalb der Hannover-Messe – und damit allen Unternehmen, die innovative Lösungen für ihr jeweiliges Technologiefeld suchen – eine ideale Plattform, um Kontakt zu den Anbietern im Bereich Forschung und Entwicklung aufzunehmen“, sagt Marc Siemering, Geschäftsbereichsleiter Hannover-Messe, Deutsche Messe AG.

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