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Diesel- und Treibgasstapler

Auch unter Hochleistung wenig Durst

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Mit zwölf neuen Diesel- und Treibgasstaplern im Traglastbereich von 5 bis 8 t hebt Linde Material Handling die letzten Geräte der 39X-Baureihe auf den weiterentwickelten EVO-Standard.
Mit zwölf neuen Diesel- und Treibgasstaplern im Traglastbereich von 5 bis 8 t hebt Linde Material Handling die letzten Geräte der 39X-Baureihe auf den weiterentwickelten EVO-Standard. (Bild: Linde-MH)

Mit zwölf neuen Diesel- und Treibgasstaplern im Traglastbereich von 5 bis 8 t hebt Linde Material Handling die letzten Geräte der 39X-Baureihe auf den weiterentwickelten EVO-Standard. Damit profitieren die Kunden dem Unternehmen zufolge unter anderem von Kraftstoffersparnissen von bis zu 20 % im Vergleich zum Vorgängermodell.

Für den sparsamen Kraftstoffverbrauch sorgen die genutzte Motorentechnologie sowie die zusätzliche, elektronische Vorsteuerung der Fahrhydraulik. Zusammen mit dem großen Übersetzungsbereich von Verstellpumpe und -motoren des hydrostatischen Linde-Antriebs werden demnach optimierte Kennlinien und höchste Leistungen bei niedrigen Drehzahlen erreicht. Weiteres Einsparpotenzial erschließen die drei unterschiedlichen Fahrdynamik-Einstellungen. Die Stufen Economy, Efficiency und Performance lassen sich voreinstellen. Mit bis zu 20 % Kraftstoffersparnis im Kundeneinsatz machen sich die noch feiner abgestimmte Hydrostatik und die konfigurierbare Fahrdynamik bei den Betreibern bemerkbar, so Linde-MH. Bezogen auf 5000 Betriebsstunden nach dem VDI-Zyklus und bei einem angenommenen Preis von 1 Euro pro Liter Dieselkraftstoff summieren sich die Einsparungen auf bis zu 4500 Euro.

Transport von breiten und pendelnden Lasten

Die Torsionsstütze und das zugehörige Torsionsgitter sind weiter Bestandteil dieser Baureihe. Es ist oberhalb des Fahrerschutzdachs zusätzlich zu den oben liegenden Neigezylindern am Hubgerüst befestigt und wird hinten über Rollen zwischen den Torsionsstützen geführt. Durch die feste Verbindung zwischen Hubgerüst und Fahrerschutzdach reduzieren sich die auf das Hubgerüst wirkenden Verwindungskräfte um bis zu 30 %, so Linde-MH. Die Stabilität steigt – insbesondere beim Heben von breiten oder pendelnden Lasten und Gütern mit hohem Lastschwerpunkt – und ermöglicht schnelleres Handling. Gleichzeitig übernimmt das Torsionsgitter die Funktion eines Schutzdachs und läuft mit, wenn der Fahrer den Mast nach vorne beziehungsweise hinten neigt. Diese spezielle Konstruktion bildet die Grundlage für hohe Resttragfähigkeiten und damit zusätzliche Sicherheit, zum Beispiel wenn schwere Papierrollen, Holzleimbinder oder Steinklammern bewegt werden. Bis zu einer Höhe von 6,5 m behalten die 8-t-Geräte ihre volle Nenntragfähigkeit.

Weitere Sicherheits- und Komfortmaßnahmen

Die Diesel- und Treibgasstapler Linde H50-H80/1100 EVO sind serienmäßig mit dem Linde Engine Protection System (LEPS) und dem Linde Curve Assist ausgestattet. Beide Features sollen die betriebliche Sicherheit erhöhen und gleichzeitig die Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Fahrzeuge steigern. Das LEPS überwacht wichtige Motorparameter wie Ölstand, Öldruck, Kühlwasserstand und Temperatur und zeigt dem Fahrer notwendige Wartungsarbeiten am Display an. Als mehrstufiges Warn- und Schutzsystem ausgelegt, reicht es bis zur vorsorglichen Kriechfahrt. Der Linde Curve Assist hingegen reguliert abhängig vom Lenkeinschlag die Geschwindigkeit bei Kurvenfahrt und sorgt auf diese Weise für ein sicheres Arbeiten.

Saubere Adblue-Technologie

Nach den neuen Dieselgroßstaplern HT100Ds bis HT180Ds setzt Linde auch bei der neuen Staplerserie H50-H80 EVO auf moderne Technologien zur Abgasminimierung. Der Dieselmotor von Deutz ist mit innermotorischen Maßnahmen wie Abgasrückführung und zusätzlicher Abgasnachbehandlung mit Adblue-Technologie zur Reduzierung von Stickoxiden (NOx) ausgestattet. Damit erfüllt er die aktuell geltende EU-Emissions-Richtlinie 2004/26/EG Stufe 4 im Leistungsbereich von 56 bis 130 kW, welche eine Senkung des zulässigen Stickstoffausstoßes um 88 % vorschreibt. Linde ist es nach eigenen Angaben aber nicht nur gelungen, die strengen Grenzwerte zu erfüllen. Dem Unternehmen zufolge führt der turbogeladene Common-Rail-Dieselmotor mit 85 kW Leistung, Partikelfilter und SCR-Katalysator mit Adblue-Additiv dazu, dass die in der Norm definierten Grenzwerte bei Kohlenmonoxid, Stickoxiden, Kohlenwasserstoff und Partikeln im Durchschnitt sogar um 64 % unterschritten werden.

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