26.02.2010 | Autor / Redakteur: Ulrich Kuhlmann / Volker Unruh
Sobald der Auftrag abgearbeitet ist und die Bildschirmpositionen erledigt sind, vergleicht der zuständige Mitarbeiter das Ist-Gewicht am Terminal mit dem Soll-Gewicht am PC. Werden größere Abweichungen festgestellt, kann diese Unstimmigkeit sofort geklärt werden, ohne dass Pakete aus dem Materialfluss entnommen werden müssen.
Nach dem Verschluss des letzten Kartons werden die Wägedaten an das IT-System übergeben, womit der Auftrag abgeschlossen ist. Die Wägedaten jedes Packstücks sowie Datum und laufende Nummer werden aus Gründen der Eichpflicht im eichfähigen Alibispeicher des Terminals hinterlegt.
Eine weitere Herausforderung ist die Lagerbestandsführung von Kleinteilen. Eine einfache und praxisnahe Lösung, die immer für den richtigen Lagerbestand sorgt, hat Mettler-Toledo zusammen mit Softwareanbietern entwickelt. Besonders für das klassische C-Teile-Management von Zulieferfirmen der Automobil- oder Flugzeugindustrie führt diese sichere Lösung zu oft erheblichen Einsparungen an Zeit, Kosten und menschlicher Arbeitskraft.
Auch dazu ein Beispiel: Im Lagersystem ist neben der Mindestbestellmenge bestimmter Teile ihr Soll-Gewicht hinterlegt. Alle Teile werden in separaten Behältern gelagert, die auf Regalböden mit integrierten Singlepoint-Wägezellen stehen, auf denen das Gewicht jedes Kastens präzise ermittelt wird.
Über standardisierte Schnittstellen ist die Integration in praktisch jedes Warenwirtschafts- oder Lagerverwaltungssystem möglich. Ist das Mindestgewicht, also der Mindestbestand, erreicht, wird sofort und automatisch eine Bestellung beim Lieferanten ausgelöst, wodurch Stillstände in der Produktion vermieden werden. Händische Eingaben sind nicht mehr notwendig.
Dipl.-Ing. Ulrich Kuhlmann ist Manager OEM SI bei der Mettler-Toledo GmbH in 35396 Gießen.
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