Intralogistik-Studie 2010

Ein Drittel der Befragten rechnet mit wachsender Investitionsbereitschaft

05.03.2010 | Redakteur: Bernd Maienschein

Die Intralogistik-Anwender rechnen 2010 zu über 60% mit einer Erholung der wirtschaftlichen Situation ihres Unternehmens. Auf Herstellerseite sowie bei den Beratern und Planern sind dies nur knapp 40%. Bild: IWL

Investitionen und Outsourcing sowie verstärkte Vertriebsmaßnahmen — das sind laut einer Studie der IWL AG die Trends der Intralogistik-Branche für 2010. Die Ulmer Logistikberater hatten in einer Online-Umfrage mehr als 120 Unternehmen zu aktuellen Entwicklungen und Tendenzen in der Wirtschaftskrise befragt.

Über die Hälfte der Studienteilnehmer gab darüber hinaus an, die Krise sei für ihr Unternehmen bisher etwas glimpflicher verlaufen als erwartet. Dennoch zählten Kostenreduzierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen auch 2010 zu den Hauptreaktionen auf die Krise.

Viele flexible Mittelständler sind Gewinner der Krise

Ein Jahr nach der ersten Umfrage hat die IWL AG erneut die wirtschaftliche Situation im Bereich Intralogistik untersucht. Für 2010 rechnet demnach mehr als ein Drittel der Befragten mit einer Zunahme der Investitionsbereitschaft, über 50% erwarten eine leichte bis deutliche Erholung der wirtschaftlichen Lage für das eigene Unternehmen. Andererseits befürchten 17% nach einer kurzen Erholungsphase weitere Krisen, die mittel- bis langfristig in eine Depression führen. Gerade kleine Betriebe wurden 2009 von der Krise stark getroffen, und auch große Betriebe verzeichnen deutliche Verluste.

„Viele Mittelständler hingegen zählen zu den Gewinnern der Krise“, erklärt IWL-Vorstand Ralph Ehmann. „Sie konnten flexibel auf die veränderten Marktbedingungen reagieren und waren aufgrund der vorangegangenen wirtschaftlich sehr erfolgreichen Jahre finanziell ausreichend gut aufgestellt.“

Outsourcing-Trend zur Fixkosten-Reduzierung erwartet

Auf Intralogistik-Planer und -Berater hatte die Krise im vergangenen Jahr die größten Auswirkungen innerhalb der Logistikbranche. Mehr als die Hälfte verspürte eine deutliche Bedrohung für das eigene Unternehmen, wie es heißt. Rund ein Drittel rechnet auch in diesem Jahr mit einer anhaltenden Gefährdung. Diese Planungs- und Beratungsunternehmen verzeichneten überdurchschnittlich häufig Auftragsstornierungen, Zahlungsverzögerungen sowie Zahlungsausfälle.

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