02.11.2007 | Redakteur: Ken Fouhy
Mit einem jährlichen Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 8 % im Verlauf der vergangenen fünf Jahre ist der indische Markt mit seinen 1,1 Mrd. Einwohnern zu einem der wichtigsten Absatzmärkte für deutsche Investitionsgüter geworden. Angekurbelt von zunehmenden Investitionen in die Infrastruktur, sind die Umsätze der indischen Investitionsgüterindustrien nach Angaben der Bundesagentur für Außenwirtschaft im vergangenen Jahr um 18 % gestiegen.
Im zweiten Teil unserer Serie informieren wir über die Hauptindustrieregionen des Subkontinents und deren Programme zu Markterschließung und Direktinvestitionen. Und in dem dritten Teil der Serie berichten wir über die Erfahrungen deutscher Mittelständler auf dem indischen Markt. Für Neugierige, die sofort einen Eindruck vom indischen Markt bekommen möchten, bietet die erste Auflage der Hannover-Messe im südindischen Bangalore vom 4. bis 7. Dezember eine hervorragende Gelegenheit. Dort werden etwa 500 Aussteller aus den Bereichen Fluid- und Antriebstechnik, Industrieautomation und Materialfluss auf dem neuen Messegelände die erste breit angelegte Industrieschau Indiens bestreiten. Mit einem modernen, 40 000 m² großen Gelände hat der indische Werkzeugmaschinenverband (IMTMA) ein Messegelände geschaffen, das internationalen Standards entspricht.
Zunehmend tritt Indien als Ziel für ausländische Direktinvestitionen als Konkurrent zu China auf. Zwischen 2005 und 2006 sind die ausländischen Investitionen von 6,6 auf 16,8 Mrd. US-Dollar gestiegen und machten 8,7% des gesamten Kapitalaufbaus des Landes aus. China hat mit 8% einen leicht niedrigeren ausländischen Kapitalanteil. Jedoch unterstreicht die Gesamtsumme der ausländischen Investitionen in China von 69,4 Mrd. US-Dollar den deutlichen Vorsprung Chinas.
Noch sind infrastrukturelle Schwächen, Bürokratie und interne Handelsbarrieren die Hauptnachteile Indiens im internationalen Vergleich. Aber durch den Reformkurs der Regierung wird der Subkontinent in den nächsten Jahren als Produktionsstandort weiter an Attraktivität gewinnen.
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