Dürr-Gruppe

Oberflächentechnik-Hersteller im ersten Quartal 2009 mit positivem Ergebnis

30.04.2009 | Redakteur: Ulrike Gloger

Ralf Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG: „Im März wurde eine Stimmungsverbesserung erkennbar, die insbesondere von den Absatzsteigerungen in den Wachstumsmärkten Brasilien, Indien und China getragen wurde.“ Bild: Dürr

Der Dürr-Konzern hat trotz des schwierigen Marktumfelds im ersten Quartal 2009 ein positives EBIT von 4,8 Mio. Euro erzielt. Aus heutiger Sicht rechnet Dürr für 2009 mit einem moderaten Umsatz- und Ergebnisrückgang.

„Die robuste Ergebnisentwicklung bestätigt die Wirksamkeit unserer Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung und operativen Prozessverbesserung“, sagte Vorstandschef Ralf Dieter. Trotz eines Umsatzrückgangs von 13%, der aus kundenseitigen Verzögerungen in laufenden Projekten resultierte, konnte der Technologie-Konzern das Bruttoergebnis steigern und die Bruttomarge von 17% auf 19,7% ausbauen. Der Auftragseingang war mit 60% in einer ähnlichen Größenordnung rückläufig wie im gesamten deutschen Maschinen- und Anlagenbau.

Die Automobilindustrie hat im ersten Quartal keine größeren Investitionsentscheidungen getroffen. „Im März wurde jedoch eine Stimmungsverbesserung erkennbar, die insbesondere von den Absatzsteigerungen in den Wachstumsmärkten Brasilien, Indien und China getragen wurde. In diesen Märkten stehen weitere strategische Investitionsprojekte an, die 2009 zur Vergabe kommen sollen“, so Dieter.

Vermarktungsinitiative für energieeffiziente Systeme

Das EBIT von 4,8 Mio. Euro (1. Quartal 2008: 10,4 Mio. Euro) enthielt neben Restrukturierungsaufwendungen von 1,3 Mio. Euro auch einen Anstieg der Kosten für Forschung & Entwicklung von 0,4 Mio. Euro und der Vertriebskosten von 1,9 Mio. Euro. Die höheren Vertriebskosten resultierten aus der Anfang des Jahres gestarteten Vermarktungsinitiative für energieeffiziente Systeme und Services. Das Ergebnis nach Steuern war mit 0,5 Mio. Euro positiv (1. Quartal 2008: 4,5 Mio. Euro). Der Unternehmensbereich Paint and Assembly Systems erreichte ein EBIT leicht unter Vorjahresniveau, während Measuring and Process Systems aufgrund von Auftragsverschiebungen und Unterauslastung in der Reinigungstechnik in die roten Zahlen rutschte.

Finanzieller Spielraum ausreichend

Die Nettofinanzverschuldung betrug zum Ende des ersten Quartals 73 Mio. Euro (31. März 2008: 58,3 Mio. Euro). Mit liquiden Mitteln von 102,0 Mio. Euro und ungenutzten Barkreditlinien von 135,0 Mio. Euro verfügt Dürr über einen ausreichenden finanziellen Spielraum. Die Eigenkapitalquote stieg innerhalb der vergangenen zwölf Monate von 23,2% auf 32,2% (31. März 2009).

Der operative Cashflow und der Free Cashflow waren infolge eines gestiegenen Nettoumlaufvermögens mit -32,3 Mio. Euro beziehungsweise -42,3 Mio. Euro negativ. „Der rückläufige Auftragseingang, die entsprechend geringeren Anzahlungen und die Projektverzögerungen führten zu einer Erhöhung des Nettoumlaufvermögens“, sagte Dürr-Finanzvorstand Ralph Heuwing. „Wir betreiben weiterhin ein intensives Liquiditäts-, Vorrats- und Forderungsmanagement, um aktiv gegenzusteuern“.

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