12.05.2009 | Redakteur: Claudia Otto

Mit über 3000 Besuchern und 93 Ausstellern zieht AIM-D e.V., der Industrieverband für Automatische Identifikation (Auto-ID), Datenerfassung und Mobile Datenkommunikation in Deutschland, Österreich und der Schweiz, ein positives Fazit der Euro ID 2009. Die vom AIM-D initiierte Fachmesse, die vom 5. bis 7. Mai 2009 in Köln stattfand, ist laut Veranstalter die größte europäische Plattform für Auto-ID.
Frithjof Walk, Vorstandsvorsitzender AIM-D: „Gerade in Zeiten großer wirtschaftlicher Herausforderungen mit zunehmendem Kostendruck benötigen Unternehmen Lösungen, mit denen sie ihre Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit steigern können. Die auf der Euro ID gezeigten Technologien und Anwendungen geben Entscheidern konkrete Handlungsmöglichkeiten.“
Neben den Fachvorträgen und Messepräsentationen der AIM-D-Mitgliedsunternehmen nutzten die Fachbesucher vor allem das „Tracking & Tracing Theatre“ (T&TT), um einen tieferen Einblick in den praktischen Einsatz von Auto-ID-Technik zu gewinnen. Mit mehr als 250 Besuchern gehörte das T&TT zu den beliebtesten Anlaufpunkten der Euro ID, wie es heißt.
Erstmals zeigte das seit vielen Jahren erfolgreich auf Messen wie Cebit oder Logimat präsentierte Life-Szenarium den Materialfluss in der Automobilindustrie. So konnten die Anwesenden den Einsatz von Auto-ID-Technik in einer realitätsnahen Lieferkette nachverfolgen – von der Laderampe im Versand eines Herstellers und dem Verteilzentrum bis hin zum Teilemagazin an der Produktionslinie.
Als Beispiel für den Einsatz von Auto-ID in der Automobilindustrie stand am Ende der Supply Chain ein Ford Fiesta, an dessen Seitenscheibe ein RFID-Tag angebracht war. Diese Lösung zeigt, dass Automobilhersteller die Technologie bereits einsetzen, um eine korrekte Auslieferung von Fahrzeugen zu ermöglichen. Neben RFID stellten die AIM-D-Mitgliedsunternehmen zudem den Einsatz von Barcode, zweidimensionalem Code – zum Beispiel Data Matrix – und die Direktmarkierung von Metallteilen vor.
Mit den European Auto-ID-Awards prämieren AIM-D und IBC Euroforum zum vierten Mal die besten Lösungen der Auto-ID-Branche in den Kategorien „RFID“, „Barcode“ sowie „Innovatives Unternehmen”.
Als Gewinner in der Kategorie „RFID“ wurden Silverstroke und Siemens Building Technology prämiert. In weniger als drei Monaten hatten die Gewinner mit ihren Partnern eine RFID-basierte Objektsicherung in einer großen deutschen Kunstsammlung implementiert. Dafür werden nun drahtlose RFID-Transponder mit Bewegungssensor eingesetzt.
In der Kategorie „Barcode“ zeichnete die Jury Heinrich Oehlmann für sein Lebenswerk aus. Der Preisträger ist Vorsitzender des Eurodata Councils in Den Haag und engagiert sich seit Jahrzehnten für die weltweite Standardisierung von Barcode- und Transponder-Technologien.
Den Preis als „Innovatives Unternehmen“ erhielt Siemens für seinen Crypto-RFID-Chip, mit dem die Echtheit von Produkten und Verpackungen überprüft werden kann. Der Chip lässt sich ohne speziell ausgerüstete Lesegeräte beispielsweise über entsprechend ausgestattete Handys auslesen.
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