11.08.2008 | Redakteur: Jürgen Schreier
Wegen des guten Auftragspolsters der Unternehmen der Branche hält der Fachverband Baumaschinen und Baustoffmaschinen im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) auch zur Jahresmitte an der Umsatzprognose von Plus 8% fest, die er zu Beginn des Jahres aufgestellt hatte.
„Die gesamte Branche käme demnach auf ein Umsatzvolumen von 16,5 Milliarden Euro“, sagte Dr. Peter Hug, Konjunkturexperte für Baumaschinen und Baustoffmaschinen, kürzlich auf der Vorstandssitzung seines Verbandes in Haigerloch.
Im ersten Halbjahr 2008 sind die Auftragseingänge bei Baumaschinen im Vergleich zum Vorjahr um 23% zurückgegangen. Da die Unternehmen aber noch über ein großes Auftragspolster verfügen, liegen die Umsätze um 14% im Plus. Anders sieht die Lage bei Baustoff-, Glas- und Keramikmaschinen aus. Hier stiegen die Auftragseingänge im ersten Halbjahr um 20% real, die Umsätze um 15%.
Im Inland hat insbesondere das Serienmaschinengeschäft an Fahrt verloren. Abflüsse von Gebrauchtmaschinen aus dem Inlandsmarkt gen Osten erfolgten heute nicht mehr im Umfang der vergangenen Jahre, stellte Hug fest. Die Energie- und Rohstoffpreise drücken die Margen. Für verstärkten Wettbewerbsdruck sorgt der starke Euro.
Das Exportgeschäft läuft je nach Teilbranche unterschiedlich. Bei Baumaschinen sanken die Auslandsaufträge um real 19%. Grund dafür waren Nachfrageeinbrüche im US-Markt sowie in England und Spanien. Die Baustoffmaschinen verzeichnen ein reales Auftragsplus aus dem Ausland um 22%. Sie profitieren von starker Nachfrage in Osteuropa und Asien.
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