E-Class

Stetige Fortschreibung von E-Class hält Warengruppen up to date

03.05.2007 | Autor / Redakteur: Ulrich L. Manz, Ayhan Bulut u. Ingo Tölke / Jürgen Schreier

Nach Möglichkeit ist immer auf der vierten Ebene eine Klasse auszuwählen – eine Grundvoraussetzung für den Einsatz dieser Systematik im Rahmen eines Managementinformationssystems.

In einem Unternehmen ist der Einsatz eines Warengruppenmanagements die Regel. Die Qualität, in der dieses eingesetzt und gelebt wird, ist dagegen oftmals mangelhaft. Meist hat das Warengruppensystem einen statischen Charakter mit der Folge, dass es von Jahr zu Jahr schlechter wird, weil es das betriebliche Geschehen immer weniger genau abbildet. Diese Erkenntnis führte nahezu zwangsläufig zum Einsatz von E-Class, da ein Gremium den Code permanent fortschreibt.

E-Class versteht sich als Warengruppenschlüssel, mit dessen Hilfe sämtliche am Markt angebotenen und nachgefragten Produkten eindeutig zugeordnet werden können. Der Begriff „Warengruppe“ ist schillernd, vielfach belegt, unterschiedlich definiert – häufig je nach Anwender und Anwendungssituation. In sofern ist es notwendig das E-Class-Verständnis von „Warengruppen“ zu präzisieren. Hierbei ist die aktuell vorgestellte Grundsatzleitlinie sehr hilfreich.

Jeder Anwender kann „sein“ E-Class extrahieren

Der Begriff „Warengruppe“ wird nicht „weit“ im Sinne von „Category-Management“ oder „Sortiment“ verwendet, sondern im strengen Sinne einer monohierarchischen Klassifikation. Damit wird erreicht, dass ein Sachverhalt auch nur einmal zugeordnet werden kann. Angestrebt wird, dass es zu keinen unterschiedlichen Sichten, oder zu Mehrfachzuordnungen kommen kann. Die Einkaufsicht wird nicht immer mit der Verkaufssicht, geschweige denn mit der Konstruktionssicht identisch sein. Sicherlich lässt sich dieser Anspruch nicht immer und nicht durchgängig einhalten – er sollte aber auf jeden Fall angestrebt werden. Denn erst durch diesen anwendungsneutralen Ansatz kann E-Class unternehmensübergreifend eingesetzt werden.

Allerdings spricht nichts dagegen, diesen Warengruppenschlüssel in unternehmensspezifische Applikationen als Ganzes oder auch in Teilen einzusetzen. Das heißt, mit E-Class lassen sich durchaus unternehmensspezifische Sortimente und unternehmensspezifische Strukturen darstellen. Jeder Anwender kann sein „E-Class“ extrahieren. Voraussetzung ist, dass er Notation und Benennungen nicht verändert. Gerade diese individuelle Anwendungsmöglichkeit erfordert als Basis einen anwendungsneutralen Ansatz.

E-Class definiert Informationsschnittstellen eindeutig

Die eigentlich strategische Leistung von E-Class liegt darin, dass eine Systematik angeboten wird, mit der sich die für den Güteraustausch wichtigen Informationsschnittstellen eindeutig definieren und damit standardisieren lassen. Die operationale Leistung liegt im homogen Aufbau und der sich ständig vergrößernden Marktabdeckung begründet.

Konkret lassen sich Schnittstelle zwischen Abteilungen/Bereichen aber auch zwischen den Unternehmen eindeutig definierten. Durch dessen Einsatz werden Komplexitätskosten erheblich reduziert. Diese entstehen, wenn unterschiedliche Klassifikationen miteinander kommunizieren müssen, die in ihrem Aufbau nicht durchgängig kompatibel sind. Dies ist heute noch die Regel und insofern ist es unverständlich, dass man dieses nahezu voraussetzungslos realisierbare Wertschöpfungspotenzial brachliegen lässt. Das Verständnis dieser strategischen und operativen Dimension ist Voraussetzung für den Einsatz als Warengruppensystem, das sowohl intern als auch extern ausstrahlt.

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