Hartmetall- und Cermet-Zerspanung

Zentrale Filteranlage reinigt Öl von acht Schleifzentren

16.09.2009 | Autor / Redakteur: Bernhard Kuttkat / Bernhard Kuttkat

Bild 1: Die zentrale Filteranlage wurde passgenau auf einer Trägerplattform angeliefert und konnte in kürzester Zeit in Betrieb gehen.

Beim Bearbeiten von Hartmetall- und Cermet-Reibahlen ist extrem sauberes Schleiföl notwendig. Eine Filteranlage, die acht Schleifzentren versorgt, arbeitet mit einer Filterfeinheit von < 3 µm. Kern der Anlage sind Feinstfilter mit rückspülbaren Sternfiltern in sogenannten Modulkästen.

Um alle Kundenwünsche schnell und in hoher Qualität erfüllen zu können, hat der Werkzeughersteller Beck die Produktion umstrukturiert und partiell erweitert. Mit auf dem Plan standen neue Reinigungssysteme für Kühlschmierstoffe. Ein erfolgreicher Feldversuch mit dem neuen Micro-Pur-Filter von Knoll gab schließlich den Ausschlag: Das Bad Saulgauer Unternehmen erhielt den Auftrag, eine solche Zentralanlage zu planen und zu realisieren (Bild 1).

Ohne extrem sauberes Schleiföl keine perfekte Qualität

An diese Anlage galt es acht Schleifmaschinen anzuschließen, auf denen ausschließlich Hartmetall- und Cermet-Reibahlen gefertigt werden. Gerade beim Bearbeiten dieser Materialien ist für die perfekte Qualität ein extrem sauberes Schleiföl notwendig. Gefordert war eine Filterfeinheit von < 3 µm. Die bisher bei Beck eingesetzte Filteranlage basierte auf Kantenspalttechnik, war zu umständlich in Bedienung und Wartung, außerdem in den Betriebskosten eindeutig zu teuer. Entsprechend forderte Beck vom neuen System Verbesserung in all diesen Punkten.

Kern der von Knoll konzipierten Filteranlage ist der Feinstfilter Micro Pur. Er basiert nicht wie andere Feinstfilter auf der Kantenspaltfiltration mit einer hohen Anzahl von Papierkerzen, sondern enthält rückspülbare Sternfilter, wie man sie aus anderen Bereichen der Ölfiltration oder vom Erodieren kennt. Der Micro Pur wird in sogenannten Modulkästen angeboten. Vier Filtertöpfe finden in einem Kasten Platz, von denen jeder 60 l/min filtern kann.

Bei Beck werden vier Modulkästen benötigt, von denen zwei nebeneinander und die anderen darüber angeordnet sind. Sie mechanisch, aber auch elektrisch zu koppeln, ist einfach gelöst: Jeder Modulkasten hat eine Verschaltungsstation, die per ASI-Bus nur über drei Kabel mit dem Schaltschrank verbunden wird.

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