Feinguss Blank

Erfolgreiche Energieeinsparung im Verbund mit Netzwerkpartnern

11.03.2010 | Redakteur: Josef-Martin Kraus

Durch Umbau der zentralen Kühlanlage für die Fertigung von Wachsmodellen hat Josef Menz, Leiter Instandhaltung bei Feinguss Blank, 30% Kühlenergie eingespart. Bild: EnBW

Bei Feinguss Blank in Riedlingen werden Prozesse intensiv aus Energiesicht optimiert. Kein Wunder: Rund 3000 t Stahl, Aluminium und Kupfer vergießen jährlich die Werke des Unternehmens. Dabei nutzt die Gießerei die Praxiserfahrungen anderer. Nachmachen ist im „EnBW-Netzwerk Energieeffizienz Donau-Alb“ ausdrücklich erwünscht, dem die Feingießerei seit zwei Jahren angehört.

Josef Menz ist ein pragmatischer Mann. „Manchmal aber suche ich hartnäckig nach Problemen, von denen ich gar nicht wusste, dass wir sie haben“, sagt der Leiter Instandhaltung bei Feinguss Blank. Sein Arbeitgeber gehört zur kleinen Schar der hochspezialisierten deutschen Feingießer. Hier wartet Menz nicht nur die Maschinen und Anlagen, sondern optimiert ganze Abläufe aus Energiesicht. „Energiepreise werden als Thema für uns immer wichtiger. Ich suche daher verstärkt nach Prozessen, die ich ganz einsparen kann“, so der Energieeinsparer.

Dazu hat er sich einer regionalen Gruppe von Unternehmern angeschlossen, die ihre Energieeffizienz steigern wollen. Im „EnBW-Netzwerk Energieeffizienz Donau-Alb“ sind 16 energieintensive Firmen zusammengeschlossen, darunter etwa der Kranhersteller Liebherr aus Biberach oder die Airbus Deutschland GmbH. Gemeinsam wollen sie binnen drei Jahren ihren Verbrauch von Strom und Gas um 8,5% senken. Dieses Ziel haben sie sich nach einer ersten Initialberatung selbst gesetzt.

EnBW bringt Firmen mit energieintensiver Produktion sowie Energie-Experten zusammen

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG moderiert die Treffen und bringt die Teilnehmer mit externen Fachleuten zusammen. Unterschiedliche technische Maßnahmen werden nach Effizienzgrad und Wirtschaftlichkeit bewertet und anschließend umgesetzt. Bei den Netzwerktreffen soll jeder Teilnehmer eigene Erfahrungen beisteuern und gleichzeitig von den Anderen lernen. „So manche gute Lösung, die in der Gruppe präsentiert wird, entwickelt plötzlich ein Eigenleben. Dann überlegt man, welches Problem man selbst damit beheben könnte. Und machmal hat man dann Wochen später die Querverbindung zum eigenen Prozess“, erläutert Menz.

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