Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube
Metallbearbeitung

Generatives Metall-Laserschmelzen für wertige Bauteile in kurzer Zeit

| Redakteur: Kirsten Haubert

Christoph Hauck, Geschäftsführer toolcraft: „Laserschmelzen bedeutet einen Quantensprung, um funktionelle, kompakte und preisgünstige Bauteile anzubieten.“
Bildergalerie: 10 Bilder
Christoph Hauck, Geschäftsführer toolcraft: „Laserschmelzen bedeutet einen Quantensprung, um funktionelle, kompakte und preisgünstige Bauteile anzubieten.“ (Bild: Toolcraft)

Mit zwei Anlagen von Concept Laser aus Lichtenfels für das Metall-Laserschmelzen (Lasercusing) ergänzt Toolcraft sein Produktportfolio in den Bereichen Drehen, Fräsen, Senk- und Drahterosion um ein generatives, pulvermetallurgisches Verfahren.

So können formlos gefertigte Bauteile bei Bedarf zerspan- und drehtechnisch veredelt werden. Werkzeuglose Bauteile können binnen weniger Werktage hergestellt werden. Zudem entstehen Bauteile aus Originalwerkstoffen in Pulverform mit nahezu identischen Werkstoffeigenschaften.

Laserschmelzteile in Luftfahrt, Motorsport und Medizintechnik gefragt

Durch die erfolgreiche Einführung der neuen Fertigungstechnik im Jahr 2011 und der zunehmenden Beliebtheit der Laserschmelzteile im Kundenkreis ermutigt, investierte Toolcraft Anfang 2012 in eine weitere Anlage von Concept Laser. Gefertigt werden Laserschmelzteile, die bei Toolcraft in der Regel zerspantechnisch veredelt werden.

„Dabei konzentrieren wir uns derzeit auf so genannte Kernmaterialien, die von unseren Kunden aus dem Bereich Luftfahrt, Motorsport und Medizin gefordert werden“, erläutert Christoph Hauck, einer der drei Geschäftsführer des Unternehmens. Zu diesen Kernmaterialien zählen derzeit Aluminium- und Nickelbasislegierungen. Das Pulver wird nach jedem Bauprozess in einer externen Siebstation von Concept Laser gesiebt, um Verunreinigungen zu entfernen und so eine gleich bleibend hohe Bauteilequalität sicherstellen zu können.

Wesentliches Qualitätsmerkmal bei den Anlagen von Concept Laser ist eine geschlossene Stickstoff- oder Argon-Atmosphäre. Auch im kompletten Aufbau durch Laserschmelzen mit anschließender zerspantechnischer Veredelung seien funktionsintegrierte Bauteile, wie der Kühlmantel für einen E-Motor, möglich.

Nachbearbeitung der Laserschmelzteile mittels Fräsen und Drehen

Dieses sehr kompakte Teil aus Inconel 718 verfügt über eine integrierte Kühlung mit Zu- und Ablauf des Kühlmediums, die den E-Motor vor Überhitzung schützen. Die Kühlung selbst wurde bei dem schichtweisen Aufbau des Kühlmantels in einem Fertigungsschritt mitgebaut.

Nach dem Lasercusing auf der Anlage von Concept Laser findet eine fräs- und drehtechnische Nachbearbeitung der Konturen statt. Mit dieser Maßnahme wird die Einhaltung der Toleranzen sichergestellt. Als positiven Nebeneffekt erhält das Bauteil an den überfrästen Stellen die gewohnte glänzende Oberfläche, die dem Kunden vertraut ist.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 33738750 / Gießen/Schmieden/Wärmebehandlung)