21.09.2006 | Redakteur: Bernhard Kuttkat

Mit dem Laser-Cusing-Verfahren ist es gelungen, neue Wege bei der Konstruktion von Kühlsystemen innerhalb von Werkzeugen zu gehen. Diese Systeme zeichnen sich vor allem dadurch aus,
Mit dem Laser-Cusing-Verfahren ist es gelungen, neue Wege bei der Konstruktion von Kühlsystemen innerhalb von Werkzeugen zu gehen. Diese Systeme zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass die Kühlung von einer Kühlkanalstruktur hin zu einer Kühlflächenstruktur übergeht“, erläutert Oliver Edelmann, Vertriebsleiter der Concept Laser GmbH in Lichtenfels, die Vorteile dieses Verfahrens.
Werkzeugkonzepte mit Laser-Cusing-Technik garantierten eine Steigerung der Produktivität bei der Fertigung von Kunststoffteilen. Gleichzeitig werde die Qualität der hergestellten Kunststoffteile erheblich verbessert. „Mit diesen neuartigen Verfahren ist es möglich, Kühlungskonzepte zu realisieren, die bis dato nicht möglich waren“, so Edelmann. Das Verfahren habe den Werkzeug- und Formenbau revolutioniert.
Was ist Laser-Cusing? Das Verfahren basiert auf der Verschmelzung einkomponentiger metallischer Pulverwerkstoffe mit einem Laser. Mit diesem Verfahren werden aus nahezu allen schweißbaren metallischen Werkstoffen Bauteile schichtweise aufgebaut, beispielsweise Edelstähle, Warmarbeitsstähle und Leichtmetalle. Das Metallpulver wird dabei Schicht für Schicht komplett aufgeschmolzen und automatisch zu einem Bauteil zusammengefügt. Durch die schichtweise Herstellung können Bauteile erzeugt werden, die mit konventionellen Produktionsmethoden nur schwierig oder gar nicht realisierbar sind.
„Die für die Spritzgieß-, Press-, und Druckgusswerkzeuge eigens entwickelten Werkzeugstähle CL50WS und CL60DG eignen sich optimal für die neuen Kühlstrukturen“, weiß Edelmann. Bei einer Härte von bis zu 54 HRC bei hoher Zähigkeit lasse sich dieser Stahl mit allen im Werkzeugbau üblichen Verfahren bearbeiten. Zusätzlich wurde ein Oberflächenbehandlungs-Verfahren entwickelt und patentiert, um Teile mit optimalen Oberflächeneigenschaften aus der Maschine direkt der Endanwendung zuzuführen. „Mit dieser neuen Technik sind endlich viele neue Prozessanwendungen realisierbar, bei denen die Werkzeugtemperatur über den Spritzzyklus variiert wird“, betont Edelmann.
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