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Krauss-Maffei auf der JEC World 2016

Wetmolding verkürzt Taktzeiten für CFK-Teile

| Redakteur: Peter Königsreuther

Taktzeit-Schwund: Wetmolding ermöglicht die zykluszeitreduzierte Herstellung dieser Bodeoberschale für einen BMW-Boliden. Krauss-Maffei macht das Verfahren zu einem JEC-Highlight im Pavillon 6, am Stand A38.)
Taktzeit-Schwund: Wetmolding ermöglicht die zykluszeitreduzierte Herstellung dieser Bodeoberschale für einen BMW-Boliden. Krauss-Maffei macht das Verfahren zu einem JEC-Highlight im Pavillon 6, am Stand A38.) (Bild: Krauss-Maffei)

Krauss-Maffei zeigt auf der JEC World in Paris wieder zukunftweisende Verfahren für die wirtschafltiche Herstellung von Compositebauteilen. Mit an Bord ist diesmal das sogenannte Wetmolding, das als kostensenkende Alternative zum HD-RTM-Verfahren gilt.

Auf der JEC World Composites Show & Conferences (8. bis 10. März 2016) in Paris präsentiert Krauss-Maffei (Pavillon 6, Stand A38) zukunftsweisende Lösungen zur Herstellung von faserverstärkten Kunststoffbauteilen auf Basis sowohl duroplastischer als auch thermoplastischer Matrixsystemen. Dank der übergreifenden Kompetenzen in den Bereichen Reaktions- und Spritzgießtechnik bietet Krauss-Maffei als führender Anbieter am Markt Technologien und Systeme aus einer Hand, wie der Aussteller betont.

Das richtige Verfahren für jeden Anwendungsfall

Im Fokus der Entwicklung stehen primär großserientaugliche Verfahren und Anlagen für Leichtbauteile, die vor allem im Fahrzeugbau gefragt sind. „Unsere Expertise demonstrieren wir auf der JEC mit zahlreichen aktuellen Anwendungsbeispielen. Damit belegen wir, dass wir unseren Kunden für alle entsprechenden Bauteilanforderungen das richtige Verfahren zur optimierten Herstellung bieten“, betont Erich Fries, Leiter der Business Unit Composites/Surfaces bei Krauss-Maffei.

Mit Wetmolding zur Taktzeitoptimierung

Eine dieser zukunftsweisenden Technologien zur Herstellung von Hochleistungsbauteilen auf Basis von carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) ist das sogenannte Wetmolding, auch Nasspressen, genannt. Im Vergleich zu klassischen RTM-Verfahren (Resin-Transfer-Molding) wie HD-RTM (Hoch-Druck-RTM) und C-RTM (Compression-RTM) überzeugt das Wetmolding durch eine einfachere gehaltene Prozesskette – der Preformprozess entfällt vollständig - und bietet damit eine wirtschaftliche Alternative zur Herstellung neuer Leichtbauelemente im Fahrzeugbau.

Reaktiverer Prozess möglich

Beim Wetmolding bringt ein Mischkopf in der Regel Epoxidharz bahnenförmig auf das plan liegende Faserhalbzeug auf, das erst danach ins Werkzeug verbracht und dort in Form gepresst wird. Diese Vorgehensweise hat zwei entscheidende Vorteile. Zum einen spart sie wertvolle Zykluszeit, weil gleichzeitig bei einem Bauteil der Harzauftrag erfolgen kann, während das andere im Werkzeug aushärtet. Zum anderen kann das System reaktiver sein, da das Füllen in der beheizten Form entfällt, in der noch keine Reaktion erfolgen kann. Beides spart Zeit und führt damit zu kürzeren Taktzeiten. Zudem ist auch der Einsatz von Recyclingfasern möglich. Wetmolding ist damit eine hervorragende Möglichkeit zur industriellen Verarbeitung von Recyclingfasern im RTM-Prozess.

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