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Leichtbau aus Baden-Württemberg

Die „Take-it-easy-Spezialisten“ treten live in Hannover auf!

| Redakteur: Peter Königsreuther

Der neue Audi R8 setzt Maßstäbe: 610 PS Leistung, 330 km/h Höchstgeschwindigkeit und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,2 Sekunden bietet die Top-Variante – der Audi R8 V10 plus. Ermöglicht wird diese Performance unter anderem durch Leichtbau-Experten, die sich auf der Hannover-Messe 2016 am Stand E30 in Halle 6 im Rahmen des Leichtbau-BW-Gemeinschaftsstandes präsentieren.
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Der neue Audi R8 setzt Maßstäbe: 610 PS Leistung, 330 km/h Höchstgeschwindigkeit und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,2 Sekunden bietet die Top-Variante – der Audi R8 V10 plus. Ermöglicht wird diese Performance unter anderem durch Leichtbau-Experten, die sich auf der Hannover-Messe 2016 am Stand E30 in Halle 6 im Rahmen des Leichtbau-BW-Gemeinschaftsstandes präsentieren. (Bild: Audi AG)

Zulieferer aus Baden-Württemberg tragen wichtige Impulse zur Gewichtreduktion bei – Aussteller zeigen rund um die Karosserie des Audi R8 ihren Beitrag zum Multi-Material-Leichtbau am Gemeinschaftsstand des Leichtbau-BW in Halle 6, am Stand E30.

Der neue Audi R8 gilt als Vorbild für intelligentes Multi-Material-Design. Der Audi Space Frame (ASF) des Sportwagens wiegt dabei nur 200 kg und setzt sich beim Topmodell zu 79 % aus Aluminium und zu 13 % aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) zusammen. Das leichte, aber leider teure CFK ist nur dort im Einsatz, wo es dank seiner Auslegung eine bessere Leistung erzielt als Aluminium.

Für die Hersteller spiele beim wirtschaftlichen Einsatz von CFK die Serientauglichkeit eine große Rolle. Mit der Preform Technologie der Dieffenbacher GmbH, die am Gemeinschaftsstand des Leichtbau-BW präsentiert wird, sei es erstmals gelungen, die Produktion komplexer, trockenen Carbonfaser-Preforms in automatisiertem Ablauf und relativ kurzen Zykluszeiten von 90 s zu fertigen.

Die wachsende Bedeutung leichter, dafür aber schwer zu verarbeitender Metalle wie Titan, verdeutlicht dort die Prototechnik GmbH & Co. KG, die aus dem korrosionsfreien und extrem festen Werkstoff Abgassysteme produziert, deren Gewicht um die Hälfte niedriger liegt als bei herkömmlichen Produkten, wie es weiter heißt.

Füge-Innovation und Simulation

Im Audi R8 sind außerdem Magnesium-Druckgussteile verbaut. Dass diese sich mit Magnesium leicht und energieeffizient herstellen lassen, zeigt C & C Bark Metalldruckguss und Formenbau mittels Warmkammerdruckgießen.

Kleine, aber entscheidende Gewichtseinsparungen erziele man durch den Einsatz der leichten und präzisen Kunststoffzahnräder der Werner Bauser GmbH, die im Vergleich zu üblichen Varianten 40 % leichter sein könnten. Auch leichte Schaumstoff-Kernmaterialien, wie sie Gaugler & Lutz präsentieren, erfreuen sich steigender Beliebtheit.

Weippert Kunststofftechnik hat Schrauben und Muttern aus hochfesten Kunststoffen in petto, deren Gewicht deutlich geringer ist, als bei üblichen Befestigungselementen.

Trumpf Laser- und Systemtechnik präsentiert eine formschlüssige Metall-Kunststoff-Verbindung am Beispiel eines Automobilbauteils, die ohne Kleber und Haftvermittler hält. Sie sollen völlig neue Konstruktionen ermöglichen.

Die Fastner GmbH zeigt leichte, sicherheitsrelevante Baugruppen, die aus Aluminiumgussteilen, Profilen und Schmiedeteilen verschweißt werden und die Vorteile, welche die Simulation im Leichtbau bringt, demonstriert die Meshparts GmbH, mittels Software, die FE-Modelle bis zu 100 Mal schneller generieren kann als üblich. (pk)

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