06.10.2008 | Redakteur: Josef-Martin Kraus

E-Manufacturing – die schnelle Produktion von Kunststoff- und Metallteilen direkt aus elektronischen Daten – wird auch für österreichische Fertigungsbetriebe immer attraktiver. Deshalb ist die Kraillinger EOS GmbH – Weltmarktführer für Lasersinter-Technik – mit der Bibus Austria GmbH eine Kooperation eingegangen. Ziel ist die lokale Betreuung von Klein- und Mittelbetrieben.
Die Bibus Austria GmbH ist als Händler und Dienstleister auf dem Sektor generativer Fertigungsverfahren (E-Manufacturing) tätig. Die Zusammenarbeit zwischen EOS und Bibus soll sich mittelfristig über den österreichischen Markt hinaus auch auf weitere europäische Länder wie Polen und die Schweiz erstrecken. Auf der Fachmesse Vienna Tec 2008, die vom 7. bis 10. Oktober in Wien stattfindet, wird Bibus einen eigenen Stand zum Themenbereich Rapid Manufacturing präsentieren. Dort wird die Lasersinteranlage Formiga P 100 vorgestellt.
„Immer mehr Klein- und Mittelbetriebe interessieren sich für die flexible und individualisierte Produktion per E-Manufacturing“, berichtet Peter Klink, Geschäftsführer Vertrieb bei EOS. Um dem speziellen Bedarf dieser Betriebe nach mehr Funktionalität und Wirtschaftlichkeit gerecht zu werden, haben wir für dieses Kundensegment Anlagen wie die Formiga P 100 entwickelt.“ Mit Bibus Austria habe man jetzt einen Vertriebspartner für Österreich gewinnen können, der in diesem Markt die Bedürfnisse des produzierenden Mittelstands aus langjähriger Erfahrung kenne.
Laser-Sintern ist ein generatives Schichtbauverfahren. Ohne Werkzeuge oder aufwändige Programmierung werden beliebige dreidimensionale Geometrien effizient und flexibel aus 3D-Daten erzeugt. So entstehen Produkte mit hoher Funktionalität und Belastbarkeit sowohl aus Kunststoff als auch aus Metall.
Laser-Sintern ermöglicht ein Umdenken in der Produktentwicklung und bei Fertigungsprozessen. Neben Rapid Prototyping eignet sich das Verfahren zur Serienfertigung insbesondere für Branchen, in denen vorrangig individuell geformte Bauteile produziert werden. Damit können die Betriebe bei reduziertem Zeit- und Kostenaufwand flexibel auf Markt- und Kundenanforderungen reagieren.
„Der Standort Österreich wird sich künftig verstärkt durch rasche Produktentwicklung und individualisierte Produkte für zunehmend fragmentierte Märkte definieren“, erläutert Bernd C. Tröster, Geschäftsführer der Bibus Austria GmbH. „Mit den Lasersinter-Anlagen von EOS haben wir das richtige Verfahren für unsere Kernzielgruppe aus der produzierenden Industrie an der Hand, um diesem Wandel gerecht zu werden.“
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