09.02.2010 | Autor / Redakteur: Ken Fouhy / Ken Fouhy
Im vergangenen Jahr ist der taiwanesische Außenhandel stark eingebrochen. Nach Angaben von Germany Trade & Invest (GTAI, Köln) brachen die Ausfuhren in den ersten zehn Monaten um 27,3% auf 163,6 Mrd. US-Dollar ein. Die Einfuhren gingen um 35,2% auf 138,4 Mrd. US-Dollar zurück. Nach der Regierungsprognose für 2010 sollen die Ausfuhren um 15% und die Einfuhren um 18% steigen.
Von einer stabileren Auftragslage spricht auch C.C. Wang, Geschäftsführer des taiwanesischen Maschinenbauverbandes (Tami, Taipeh). Nach Produktionsrückgängen von teilweise über 40% im vergangenen Jahr erwartet Wang in diesem Jahr deutliche Zuwächse. Vor allem hofft er auf einen baldigen Abschluss der bilateralen Handelsabkommen zwischen Taiwan und China, genannt Economic Cooperation Framework Agreement (ECFA).
Nachdem in den vergangenen Jahren die wirtschaftliche und politische Beziehung zwischen Beijing und Taipeih schrittweise besser geworden ist, blühen die Investitionstätigkeiten taiwanesischer Unternehmer in China. „Das ECFA ist für unsere Industrie das wichtigste Ziel im Jahr 2010“, meint denn auch Wang. Er plädiert dafür, dass Maschinenbauprodukte wie Werkzeugmaschinen auf die „Early Harvest List“ gesetzt werden. Für Produkte, die auf dieser Liste stehen, entfallen ab sofort die Zölle.
Viele taiwanesische Hersteller befürchten Nachteile durch Handelsabkommen zwischen China und den sechs stärksten der zehn Asean-Länder, die am 1. Januar 2010 in Kraft getreten sind. Das neue Handelsabkommen zwischen den Asean-Ländern Thailand, Singapur, Brunei, Malaysia, Indonesien, den Philippinen und China eliminiert Import-Tarife für etwa 7000 Produkte. Bis zum Jahr 2015 sollen die übrigen vier Asean-Mitglieder Vietnam, Laos, Kambodscha und Burma dem Abkommen beitreten.
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