09.02.2010 | Autor / Redakteur: Ken Fouhy / Ken Fouhy
Zwar gehen die meisten taiwanesischen Maschinenbauer davon aus, dass ihre Produkte derzeit auf dem Markt noch deutlich über denen chinesischer Herstellern positioniert sind. Doch schwinden die technologischen Abstände so rapide, dass mittelfristig chinesische Hersteller zu Konkurrenten innerhalb des asiatischen Raum avancieren könnten. Zudem könnten Anbieter, die eine ähnliche Qualität aus Asean-Ländern liefern können wie die Taiwanesen, kurzfristig Vorteile auf dem chinesischen Markt erzielen.
Doch ein Handelsabkommen zwischen Taiwan und China könnte eine Überflutung der heimischen Märkte mit billigen chinesischen Produkten bewirken, so die Befürchtung in manchen Branchen. Vor allem in der Bekleidung- und Textilbranche ist dies nachvollziehbar. Aber die Vorteile, die ein vereinfachter Zugang zu dem wichtigsten Markt der Region mit sich bringen würde, dürften für die meisten taiwanesischen Maschinenbauer wichtiger sein als diese Ängste.
Mit einer überwiegend klein- und mittelständischen Struktur nimmt Taiwan weltweit den fünften Platz in der Rangliste der Hersteller von Maschinen für Kunststoff- und Gummiverarbeitung ein. Etwa 200 Hersteller erwirtschaften einen Produktionswert von etwa 700 Mio. US Dollar, überwiegend durch Exportgeschäfte.
Einige von den führenden Herstellern haben bereits Produktionsstätten in China etabliert. Meistens, um dort lokal Produktion und Service gewährleisten zu können. Aber taiwanesische Hersteller haben auch in China investiert, um Zugang zu günstigen Komponenten und lokaler Produktentwicklung zu haben. So auch der Spritzgießmaschinenhersteller Fu Chun Shin (FCS) Co. Ltd.. Mit chinesischen Standorten in Dongguan und Ningbo sowie der Hauptproduktionsstätte in Kwang-Meow Hsiang, Taiwan, hat FCS im Jahr 2008 einen Umsatz von 64 Mio. US Dollar erreicht.
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