Kunststofftechnik

Taiwans Kunststofftechnik-Messe Taipei Plas 2010 verfolgt hohe Ziele

09.02.2010 | Autor / Redakteur: Ken Fouhy / Ken Fouhy

FKI produziert in China für China

Auch FKI hat rechtzeitig in China investiert. Seit 2006 betreibt das Unternehmen eine eigene Fertigung in Guangdong. „Dort werden Maschinen nur für den chinesischen Markt hergestellt,“ sagt Wei.

Angefangen hat die Firma im Jahr 1953 als Formenbauer und Instandhalter. Eine eigene Fertigung für Extrudier- und Blasformmaschinen folgte. Bereits 1976 hat FKI die erste Blasformmaschine für HDPE-Folien auf der Taipei Plas ausgestellt. Auf der letzten Taipei Plas war von FKI eine komplett elektrische Blasformmaschine zu sehen.

Qualität und Zuverlässigkeit seien wesentliche Merkmale von FKI-Maschinen, meint Wei. In der FKI-Fertigung in Taiwan setzt man auf Komponenten, die überwiegend von Weltmarktführern stammen. Dennoch sind die qualitativ hochwertigen Maschinen nach Aussage Weis 50% günstiger als die europäischer Konkurrenten.

Spritzgießmaschinen-Hersteller Jonwai Machinery Works hat volle Auftragsbücher

Nicht alle taiwanesischen Hersteller haben sich ähnlich stark auf den chinesischen Markt konzentriert. Beim Spritzgießmaschinen-Hersteller Jonwai Machinery Works Co. Ltd. (Taipei) spielen europäische und amerikanische Kunden eine wichtigere Rolle als bei anderen taiwanesischen Firmen. Und nicht alle Hersteller sind von der Flaute gleichermaßen betroffen. Nach Aussage von John Weng, dem stellvertretenden Geschäftsführer von Jonwai, sind die Bestellbücher der Firma noch gut gefüllt. Die Lieferzeiten für die Spritzgießmaschinen der Firma betragen immer noch sechs Monate.

Das Unternehmen mit 150 Mitarbeitern fertigt 700 Maschinen im Jahr. „Unsere Hauptkonkurrenten auf den Weltmärkten kommen aus Japan und Deutschland,“ meint Weng. Den Unternehmenserfolg führt Weng vor allem auf die hohe Qualität in der Fertigung und den Einbau von qualitativ hochwertigen Komponenten zurück.

„Bosch, Vickers, Intermot oder Yokohama liefern die hydraulischen Komponenten für unsere Maschinen. Das ist nicht anders als bei unseren Konkurrenten“, sagt er. „Und mit 35 Service-Stützpunkten weltweit bieten wir internationalen Kunden die nötige Unterstützung.“

Taiwan muss Wettbewerbsposition durch Technik und Service sichern

Außer den erwarteten technischen Entwicklungen werden auch Neuheiten im Service-Bereich auf der Taipei Plas 2010 im Rampenlicht stehen. Denn ähnlich wie Hersteller aus Europa oder Japan können taiwanesische Maschinenbauer der Konkurrenz aus China nur über die konstante Weiterentwicklung von Maschinen und Service auf Dauer standhalten.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 334274)