Bayer Materialscience

Polycarbonat bietet gute Perspektiven für die Automobilverscheibung in Japan

02.03.2010 | Redakteur: Josef-Martin Kraus

Hohes Wachstumspotenzial weltweit für Automobilverscheibung mit Polycarbonat

„Für die Automobilverscheibung mit Polycarbonat sehen wir sehr gute Wachstumsperspektiven weltweit, besonders vor dem Hintergrund der zunehmend strikter regulierten Emissionsverordnungen in allen führenden Industrienationen“, erläutert Krause. „Materialien wie unser Polycarbonat Makrolon sind deutlich leichter als Glas. Bei Panoramadächern erzielen wir damit zum Beispiel Gewichtseinsparungen von bis zu 50%. Das ermöglicht eine signifikante Senkung von Treibstoffverbrauch und Kohlendioxidemissionen.“

Außerdem ist eine Integration zusätzlicher Funktionselmente wie Scheibenheizung, Antennen und Infrarotschutz gleich bei der Fertigung von Dachmodulen, Heckscheiben und weiteren Glazing-Komponenten möglich. Darüber hinaus bietet Polycarbonat laut Krause eine höhere Designfreiheit als Glas, wie anhand von visionären Glazing-Konzeptstudien deutlich werde.

Zweite große Technologiezelle für Verscheibungen

Die Kooperation mit den beiden japanischen Partnern ist für Bayer Materialscience die Basis zur Bildung einer zweiten großen Technologiezelle für Entwicklungen im Verscheibungsbereich mit Polycarbonat – neben dem globalen Glazing Center in Leverkusen. Dort wurde im Sommer vergangenen Jahres eine Zwei-Komponenten-Spritzgießmaschine mit 23000 kN Schließkraft in Betrieb genommen. Auf dieser Maschine können bis zu 1,2 m² große Verscheibungsteile spritzgegossen werden.

Diese Maschine ist auch für das Spritzprägen geeignet. Dieses Spritzgießverfahren ermöglicht die Herstellung großer, dreidimensionaler Verscheibungsteile. Basis dafür ist ein reduzierter Spritzdruck, um spannungs- und verzugsarme Polycarbonatteile mit hoher Oberflächenqualität zu erzeugen. Nach dem Spritzprägen lassen sich die Teile mit einem transparenten Nasslack gut beschichten.

Zusätzlich zur Spritzgießmaschine hat der Kunststofferzeuger Bayer Materialscience sein großes Beschichtungstechnikum in Deutschland nochmals erweitert und in das „Bayvision-Paket“ integriert. Dort können bis zu 1,4 m² große, dreidimensional geformte Bauteile aus Polycarbonat durch Fluten beschichtet werden.

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