23.07.2010 | Autor / Redakteur: Hans Rausch / Josef-Martin Kraus

Auf der K 2010 werden Kunststoffverarbeiter mit einer Vielzahl unterschiedlicher Antriebsphilosophien konfrontiert, insbesondere bei Spritzgießmaschinen. Um sie schon im Vorfeld der
Auf der K 2010 werden Kunststoffverarbeiter mit einer Vielzahl unterschiedlicher Antriebsphilosophien konfrontiert, insbesondere bei Spritzgießmaschinen. Um sie schon im Vorfeld der Messe auf die Antriebsvielfalt vorzubereiten, hat der Arbeitskreis Energieeffizienz des Kunststoff-Netzwerks Franken eine Podiumsdiskussion mit Herstellern von Spritzgießmaschinen veranstaltet.
So legten auf dem Podium im vollbesetzten Tagungsraum des Hauses Stäubli Tec-Systems GmbH (Connectors) in Bayreuth, vier Maschinenhersteller ihre Antriebsphilosophien dar: die Arburg GmbH + Co KG. KG, die Engel Deutschland GmbH, die Krauss-Maffei Technologies GmbH und die Sumitomo (SHI) Demag Plastics Machinery GmbH. Anschließend diskutierten sie mit den mehr als 90 Teilnehmern über die beste Antriebslösung.
Die Veranstaltung wurde von Prof. Ansgar Jaeger moderiert, der an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt im Studiengang Kunststoff- und Elastomertechnik lehrt. Etwa 80% der deutschen Spritzgießer hätten die Bedeutung der Energieeffizienz bei Spritzgießmaschinen bereits erkannt, berichtete Jäger. Jedoch hätten sie bisher erst selten konkrete Schritte zur Steigerung der Energieeffizienz vorgenommen. Häufig würden die richtigen Ansatzpunkte nicht gesehen.
Aus der Reihe der Maschinenbauer präsentierte zunächst Martin Hoyer die Antriebsphilosophie der von Arburg. Eine Optimierung der Energieeffizienz darf nicht nur den Energieaufwand reduzieren, sondern muss auch darauf abzielen, den möglichen Nutzen zu maximieren, erläuterte der Leiter der Arburg-Abteilung anwendungstechnische Entwicklung. Daher setzt der Loßburger Maschinenhersteller auf eine Kombination aus reduziertem Energieverbrauch sowie optimierter Wertschöpfung und Produktionseffizienz. Der wesentliche Schlüssel liege dabei in der Antriebstechnik der Maschine.
Als Vorteil elektrischer Spritzgießmaschinen hebt Hoyer insbesondere den hohen Wirkungsgrad elektrisch angetriebener Maschinenachsen hervor. Prinzipiell sei jedoch das Maschinenleistungsprofil zu optimieren, um ein günstiges Preis-Leitungs-Verhältnis erreichen zu können. Daher werde die Maschinentechnik dem jeweiligen Spritzgießprozess angepasst. So setzt Arburg auf eine hohe Modularität der Maschinen. Ziel sei eine Abdeckung des kompletten Antriebsspektrum: von rein hydraulisch über hybrid bis rein elektrisch - je nach prozessspezifischer Maschinenanpassung.
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