07.09.2010 | Redakteur: Josef-Martin Kraus

Deutsche Kunststoff- und Gummimaschinen erfreuen sich weltweit wieder großer Beliebtheit. Das verdeutlicht der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2010. „Mit 85% Zunahme ist die Bilanz in den ersten sechs Monaten ist wirklich beachtlich“, freut sich Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des VDMA-Fachverbandes Kunststoff- und Gummimaschinen.Bis Jahresende mehr Auslandsorders erwartet
Die Aufträge von Kunden im Inland nahmen um 26% zu, die Auslandsnachfrage kletterte um 117%. Die Bestellungen aus dem Euro-Währungsraum erreichten ein Plus von 51%. Ausgangslage für die hohen Plusraten sind jedoch ein extrem niedriges Vorjahresbasis. Dennoch zeugten sie laut Reifenhäuser „von einer ungeheuren Dynamik und Erfolgsquote im Fachzweig“. Daraus folgt ein deutlich gestiegener Auftragsbestand, der zurzeit bei 6,3 Monaten liegt. Im vergangenen Jahr waren es nur vier Monate. „Seit September 2009 zeigen sich Monat für Monat hohe Zuwachsraten im Auftragseingang, die im Juni 2010 sogar die 100%-Marke überschritten haben“, schildert Reifenhäuser.
Allerdings hinkt der Umsatz hinkt dem Auftragseingang noch hinterher. Von Januar bis Juni 2010 lag er noch um 3% unter dem des Vorjahres. „Beim Inlandsgeschäft macht sich das relativ hohe Umsatzniveau der Vorjahresmonate bemerkbar, was zu einem Minus von 23% führt“, erklärt Thorsten Kühmann, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbandes.
Im Vergleich dazu stieg der Auslandsumsatz um 7%. In der Euroregion außerhalb Deutschlands betrug der Anstieg immerhin 4%. „Bis zum Jahresende erwarten wir auf der Basis der deutlich steigenden Auftragseingänge eine Zunahme des Umsatzes um 11%“ berichtet Kühmann. Geschäftslage und Geschäftserwartungen positiv
Die Geschäftsklimakurve bei den Herstellern von Kunststoff- und Gummimaschinen in Deutschland bewegt sich nach steilem Anstieg seit April wieder im positiven Bereich. Die Nachfrage nach deutschen Maschinen ist in allen Absatzregionen sehr stark gestiegen. Die tatsächliche Entwicklung verlief weitaus erfreulicher, als es die Einschätzungen der Mitgliedsfirmen im Januar noch erwarten ließen.
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