Hegewald & Peschke

Roboterbasierte Anlage prüft vollautomatisch Härte von Motorblöcken

09.03.2010 | Redakteur: Rüdiger Kroh

Die roboterbasierte Härteprüfanlage zur vollautomatischen Brinell-Härteprüfung an Bauteilen und Fertigerzeugnissen ist als modulare Lösung ausgeführt. Bild: Hegewald & Peschke Meß- und Prüftechnik

Die Hegewald & Peschke GmbH automatisiert die Qualitätssicherung. Dafür hat das Nossener Messtechnik-Unternehmen eine roboterbasierte Anlage entwickelt, mit der die Härte von Bauteilen und Fertigerzeugnissen vollautomatisch geprüft werden kann. Eine dieser Anlagen wurde jetzt bei einem baden-württembergischen Automobilzulieferer installiert, und bestimmt dort die Härte von Motorblöcken.

Das von Hegewald & Peschke entwickelte Härteprüfzentrum zeichnet sich durch hohe Prüfgeschwindigkeiten bei einer bedienerunabhängigen Auswertung und automatischen Registrierung der Prüfergebnisse aus. Bei Bedarf lassen sich mit den Anlage gesamte Produktserien lückenlos prüfen, ohne dass eine Person die Ergebnisse einzeln oder gar manuell auswerten muss.

Modularer Anlagenaufbau ermöglicht kundenspezifische Härteprüfung

Die Härteprüfanlage ist modular (Baukastensystem) aufgebaut und lässt sich je nach Bedarf durch Probenbearbeitungsmodule oder zusätzliche Prüfsysteme (etwa zur geometrischen Vermessung und zur Bestimmung der Rauhigkeit) ergänzen. Dadurch erschließen sich vielfältige Anwendungsfelder im Bereich der Qualitätssicherung. Neben Motorblöcken, Felgen aus Stahl oder Aluminium und Gehäuseteilen kann das Härteprüfzentrum an die speziellen Anforderungen jedes einzelnen Kunden angepasst werden.

Eine beispielhafte Anlage zur Prüfung der Brinellhärte an Motorblöcken besteht aus folgenden Komponenten:

  • Einem Brinell-Härteprüfer mit einem integrierten, vollautomatischen optischen System zur Vermessung der Brinell-Eindrücke. Der Härteprüfer bringt eine Last von bis zu 3000 kp stufenlos und servomotorisch auf. Bei anderen Produkten bzw. Materialien könnte dieses System durch einen Vickers- oder Rockwell-Härteprüfer ersetzt werden.
  • Einem ABB-Roboter, der Prüflinge mit einem Gewicht von bis zu 120 kg punktgenau bewegt.
  • Einer Probenvorbereitungsstation, mit der die Produktoberfläche für den Prüfvorgang vorbereitet wird. In diesem Fall eine Fräs-/ Schleifmaschine)
  • Einer Identifikationsstation zur Erfassung von Bauteilkennzeichnungen über ein Kamerasystem.
  • Einer Signierstation zur Kennzeichnung der Bauteile. Alternativ könnte hier eine Rauhigkeitsmessung eingefügt werden.
  • Einer Zuführ- und Magaziniereinrichtung, deren Ausführung durch das Bauteil und den erforderlichen Probendurchsatz bestimmt wird.

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Brinell-Verfahren: Standard für die Ermittlung der Härte von Werkstoffen

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