17.03.2010 | Redakteur: Josef-Martin Kraus

Mit der 10-m-Absorberhalle in Straubing baut der TÜV Süd den Service rund um die neue europäische Maschinenrichtlinie 2006/42/EG weiter aus. So ermöglicht ein Drehtisch mit 6 m Durchmesser und einer zulässigen Maximallast bis zu 6 t, EMV-Prüfungen nicht nur an Fahrzeugen, sondern auch an großen Maschinen und Anlagen vorzunehmen.
Anfang März nahmen die EMV-Experten von TÜV Süd Senton die 3-Mio.-Euro-Investition in Betrieb. Die Anlage ist eingebettet in das internationale EMV-Prüfungsnetz von TÜV Süd mit Laborstandorten in Europa, Asien und den USA. In den neuen Prüfeinrichtungen von TÜV Süd Senton in Straubing sind Messungen der Störaussendung und Störfestigkeit im Frequenzbereich von 30 bis 18 000 MHz bei einer Entfernung bis zu 10 m möglich.
Weitere Daten der neuen 10-Meter-Absorberhalle: ebenerdige Halleneinfahrt durch ein 4,2 m × 4,2 m großes Tor, Speisung der Prüfmuster (AC maximal 63 A je Phase Drehstrom, DC 80 V/50 A), Einspeisung über Filter bis maximal 1000 V( DC/63 A), Druckluft, Wasserzuführung und -ablauf. „Mit der neuen 10-Meter-Absorberhalle können wir die EMV-Dienstleistungen für die Hersteller und Importeure von Anlagen, Geräten und Produkten aus zahlreichen Branchen weiter ausbauen“, sagte Joachim Birnthaler, Geschäftsführer der TÜV SÜD Product Service GmbH, bei der offiziellen Einweihung.
Die 10-m-Absorberhalle in Straubing deckt im EMV-Bereich das komplette Spektrum nationaler und internationaler Normen und Vorgaben ab: zum Beispiel die EMV-Richtlinie EU 2004/108/EG sowie die Normen der Reihe EN/IEC 61000-4. Außerdem können Störaussendungsmessungen nach speziellen Produktnormen wie CISPR 11, CISPR 14 oder CISPR 22 vorgenommen werden. Die EMV-Fachleute von TÜV Süd Senton decken zudem Prüfungen für die Wirtschaftsräume USA (zum Beispiel FCC Parts 15, 18) und Kanada (Industry-Canada-Standards) ab.
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