22.04.2010 | Autor / Redakteur: Mark Williamson / Udo Schnell

Camera-Link war der erste Datenübertragungs-Standard, der speziell für die industrielle Bildverarbeitung entwickelt wurde. In jüngster Vergangenheit gab es eine Reihe weiterer Neuentwicklungen. Die Aufgabenstellung bestimmt, welche Technik sich für den Anwender anbietet.
Die Bildverarbeitungs-Industrie hat in der Vergangenheit etliche Übertragungsmethoden aus der Computerwelt übernommen. Mit Camera-Link unternahmen die Bildverarbeiter ihren ersten eigenen Standardisierungsversuch und definierten damit die Hardware-Schnittstelle zwischen Kamera und Host. Dieses System bietet ein standardisiertes Datenformat sowie standardisierte Stecker, Kabel und Steuersignale. In der „Full“-Konfiguration stellt Camera-Link heutzutage nach wie vor eine der schnellsten Möglichkeiten der Datenübertragung in der Bildverarbeitung dar. Allerdings ist die Übertragung der Daten auf eine maximale Kabellänge von 10 m begrenzt, sofern keine Verstärker oder Glasfaserkabel eingesetzt werden.
Obwohl Camera-Link für die Bildverarbeiter einen Durchbruch markierte, deckt der Standard nicht alle notwendigen Bereiche ab. So wurde der Software-Aspekt nicht ausreichend berücksichtigt, weil diese Schnittstelle lediglich die serielle Kommunikation definiert, die Funktionalität der Kamera jedoch völlig außer Acht gelassen wurde. Camera-Link ist ein perfektes Beispiel für die vier wesentlichen Kernelemente von Datenübertragungs-Standards:
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