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Qualitätskontrolle

Messung der Breitenänderung bei Zugversuchen nach japanischer Norm

| Autor / Redakteur: Peter Stipp / Frauke Finus

Berührungslose Messung der Breitenänderung an der Metallprobe mit einem hochauflösenden Video-Extensometer.
Berührungslose Messung der Breitenänderung an der Metallprobe mit einem hochauflösenden Video-Extensometer. (Bild: Zwick)

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Wie stark die Anforderungen an die Qualität von Blechen in der Automobilindustrie steigen, zeigt die Norm JIS Z 2254 nach japanischem Standard. Dazu gehören die erweiterte Messung der Breite an mindestens drei gleichverteilten Stellen und die Klassifizierung der Lage der Brucheinschnürung. Zwick hat mit einer Weiterentwicklung seines Extensometers jetzt darauf reagiert.

Die japanische Automobilindustrie setzt neue Maßstäbe in der Produktion und Qualitätssicherung verwendeter Materialien. So sind beispielsweise die Anforderungen an die Qualität von Blechen vor ihrer Weiterverarbeitung deutlich gestiegen. Dazu gehört die Bestimmung des r-Werts nach dem Japanese Industrial Standard (JIS) Z 2254. Der r-Wert ist ein Maß für die Richtungsabhängigkeit (Anisotropie) plastischer Verformungen in Blechproben und wird während des Zugversuchs über die Breitenänderung bestimmt.

Berührungslose Breitenmessung

Die Norm JIS Z 2254 verlangt bei manueller Messung, dass die Breite an mindestens drei entlang der Messlänge gleichverteilten Stellen sowie an den beiden Enden erfasst wird. Das ist eine deutliche Verschärfung der Anforderung, denn bislang erfolgte die manuelle Breitenmessung an der Probe vor der Belastung an den Messstellen des Längenänderungsaufnehmers und im Zentrum der Messlänge. Nach einer kurzen Streckphase mit plastischer Dehnung und nach Entlastung wurde die Probe entnommen und es erfolgte eine zweite Messung an den Messstellen des Längenänderungsaufnehmers sowie in der neuen Mitte des Messbereichs (Messlänge plus plastische Dehnung).

Aktuell fordert ein namhafter japanischer Stahlerzeuger, dass die Messung nach JIS Z 2254 als kontinuierliche Online-Messung für eine neue automatisierte Anlage erfolgt. Das soll einerseits die Vergleichbarkeit zur bisherigen händischen Messung und andererseits eine Steigerung der Genauigkeit im Vergleich zur Messung an nur einer Stelle sicherstellen.

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