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Carl Zeiss Industrielle Messtechnik

CAD-basierte Messsoftware vereinfacht kombiniertes optisches und taktiles Messen

18.01.2008 | Redakteur: Udo Schnell

Bei der CAD-basierten Messsoftware Calypso 4.6 genügt ein Mausklick auf eine Toleranz im CAD-Modell zur automatischen Erzeugung der optimalen Messstrategie. Bild: Carl Zeiss IMT

Carl Zeiss hat die CAD-basierte Messsoftware Calypso mit neuen Funktionen ausgestattet. Das Release 4.6 unterstützt den automatischen Sensorwechsel auch mit sensorspezifisch optimierten Messstrategien. Außerdem ermöglicht die Messoftware eine deutliche Zeitersparnis bei der Prüfplanerstellung.

Nach Angaben des Unternehmens verbessert die Messsoftware Calypso 4.6 von Carl Zeiss das kombinierte optische und taktile Messen bei Multisensoranwendungen. Für den Anwender bedeute das in erster Linie zusätzliche Zeitersparnis bei noch sichererem, fehlerfreiem Messen: ob beim taktilen oder optischen Messen, ob bei Scanning oder Einzelpunktmessung.

Calypso fasst mehrere Messstrategien pro Geometrieelement, die wahlweise ausgeführt werden können, in einem einzigen Prüfplan zusammen heißt es weiter.

Messsoftware kombiniert taktiles und optisches Messen

Bei vielen Werkstücken ergänzen sich taktiles und optisches Messen in idealer Weise. Dem hat Carl Zeiss nach eigenen Angaben mit der Mass-Technik (Multiple Application Sensor System) Rechnung getragen.

Jetzt erhöhe Calypso 4.6 die Messeffizienz weiter: Die neue Version dieser CAD-basierten Messsoftware unterstütze den automatischen Sensorwechsel auch mit sensorspezifisch optimierten Messstrategien bei der Datenerfassung am Werkstück.

Messsoftware schafft die Voraussetzungen für kürzere Messzeiten

Calypso schafft laut Zeiss die Voraussetzungen für deutlich kürzere Messzeiten. Denn mehrere unterschiedliche Messstrategien für Geometrieelemente lassen sich in einem einzigen Prüfplan verwalten. Der Pflegeaufwand werde auf ein Minimum reduziert.

Für Einzelpunktmessung und Scanning, taktiles und optisches Messen lassen sich entsprechende Strategien hinterlegen: Die Vorgabe weniger Punkte erlaube die schnelle, stichprobenartige Prüfung eines Teils oder einzelner Geometrien durch Einzelpunktmessung, quasi in einem „Kurzprogramm“. Die Vorgabe sehr vieler Punkte gestatte, vor allem durch taktiles oder optisches Scanning, analytische Bewertungen und Referenzmessungen. Wurde die gewünschte Variante gewählt, erfolgt der automatische Messablauf entsprechend schnell mit unterschiedlicher Informationsdichte, heißt es weiter.

Eine weitere nutzbringende Anwendung dieser neuen Funktion der Messoftware sei die Prüfplanoptimierung für den Ablauf auf unterschiedlichen Koordinatenmessgeräten mit uneinheitlicher Sensorik. Somit könne der Anwender bereits die Messstrategie für den Ablauf auf Ausweichgeräten vorgeben.

Messoftware kann Toleranzen mit einem Mausklick übernehmen

Zeit sparend und ohne Bedienereinfluss ist nun laut Zeiss auch die Generierung von Prüfmerkmalen mit Übernahme von Toleranzen in den Prüfplan. Toleranzen in den CAD-Formaten CatiaV5 und Pro/E werden über eine Direktschnittstelle übertragen.

Bei voreingestellter Messstrategie genügt ein Mausklick auf eine im CAD-Modell angegebene Toleranz eines Prüfmerkmals. Automatisch werden dann alle für das Prüfmerkmal erforderlichen Geometrieelemente berücksichtigt und deren Messstrategie und alle Umfahrwege erzeugt.

Der Anwender kann einzelne Toleranzen auswählen. Aber ebenso einfach kann er – mit einem Klick – alle Toleranzen eines Werkstücks in Calypso übernehmen, heißt es weiter.

Die intelligente Fahrweggenerierung in der Messoftware reduziere eventuelle Nacharbeiten des Anwenders auf ein absolutes Minimum. Damit sei die Erstellung eines Prüfplans zur CNC-Teilemessung auf einem kaum mehr steigerbaren Automatisierungsgrad angelangt.

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