O&S 2010

Zwang zur Produktivitätssteigerung mobilisiert Oberflächentechnikbranche

11.02.2010 | Redakteur: Josef-Martin Kraus

Wolfgang Pech, Geschäftsbereichsleiter der Deutschen Messe AG: „Wir erwarten ähnlich hohe Aussteller- und Besucherzahlen wie zur Premiere.“Bild: Kraus

Rationalisierung, Energie- und Ressourceneffizienz bestimmen derzeit das Handeln der Oberflächentechnikbranche. Wie diese Schlagworte Eingang in die Entwicklungen der Lackier- und Galvanotechnik gefunden haben, darüber wird die O&S 2010 Auskunft geben, die 2. Fachmesse für Oberflächen & Schichten in Stuttgart.

„Diese Trends greift die O&S 2010 auf“, berichtet Wolfgang Pech, Geschäftsbereichsleiter der Deutschen Messe AG, die in Zusammenarbeit mit der Landesmesse Stuttgart GmbH vom 8. bis 10. Juni die Branchenausstellung wieder ausrichten wird. Knapp vier Monate vor Messebeginn umfasst die Ausstellerliste 215 Unternehmen und Institutionen. Bis zum Start rechnen die beiden Veranstalter mit einer ähnlichen Anzahl an Ausstellern wie auf der Premiere vor zwei Jahren. Damals belegten 311 Aussteller rund 15000 m² Brutto-Ausstellungsfläche.

Optimistisch stimmen Pech die Trendschwerpunkte, die mehr Produktivität versprechen. Auf der Messe werden sie im Fokus sein: auf Branchentreffs, Sonderschauen und Gemeinschaftsständen, zum Beispiel in der O&S-Lounge, dem Branchentreff für Energie- und Ressourceneffizienz in der Lackiertechnik. Dieses Thema hat bei den Lackierern hohe Priorität. Wenn Geschäfte „laufen“, dann in Sachen Anlagenoptimierung – trotz Wirtschaftskrise, die 2009 bei den Ausrüstern der Lackiertechnik laut VDMA zu einem Auftragseinbruch um 40% führte.

VDMA kalkuliert für 2010 Umsatz auf Vorjahresniveau

Auf dieser Basis kalkuliert die VDMA-Fachabteilung Oberflächentechnik für 2010 mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Im Vergleich dazu erwartet der Zentralverband Oberflächentechnik für die Galvanobranche ein Umsatzplus von 8%, nachdem im vergangenen Jahr der Umsatz aller drei Galvanotechniksparten um 30% fiel: um 40% bei den Beschichtern, 30% bei den Chemikalienveredlern und 18% bei den Anlagen- und Komponentenherstellern.

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