26.02.2010 | Redakteur: Josef-Martin Kraus

Im vergangenen Jahr registrierte der Zentralverband Oberflächentechnik e.V. (ZVO), Hilden, einen Umsatzeinbruch in der Galvanotechnik um 30%. Heute geht ZVO-Vorsitzender Walter Zeschky bereits wieder von einem deutlichen Umsatzplus für dieses Jahr aus.
Allerdings wird sich der Kompensationseffekt in Grenzen halten. Gründe dafür sind das unterschiedliche Vorjahresniveau und ein prognostizierter einstelliger Umsatzzuwachs von 8%, der aus dem Wiederaufbau von Lagerbeständen der Kunden resultiert. Zudem sieht Zeschky noch verschiedene Unsicherheitsfaktoren, wie das restriktive Verhalten der Kreditwirtschaft und die Preisforderungen einiger Kunden, insbesondere in der Automobilindustrie.
Knapp 60% der ZVO-Mitglieder beurteile Lage als gut oder befriedigend
Dennoch hat sich die wirtschaftliche Situation der Branche deutlich verbessert: „Die Stimmung ist zuversichtlich“, bilanziert der ZVO-Vorsitzende die jüngste Branchenumfrage. Danach bezeichnen 10% der Verbandsmitglieder die derzeitige Wirtschaftssituation als „gut“ und knapp die Hälfte als „befriedigend“. „Natürlich“, so Zeschky, „ist man von der Situation in 2008 noch sehr weit entfernt.“ Damals hatten 75% der Befragten mit „gut“ oder „sehr gut“ geantwortet.
Jedoch ist inzwischen wieder mehr Branchenoptimismus eingekehrt, insbesondere im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009, als Galvaniseure Umsatzeinbrüche um bis zu 80% hinnehmen mussten. Im Jahresdurchschnitt waren es bei den Beschichtern dann 40%.
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