28.07.2010 | Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus
In diesem Anwendungsfall werden die Turbinenschaufeln auf einem Tray bereitgestellt. Diese Palette hat Platz für 130 Schaufeln. Der Robotergreifer erkennt darauf jede Schaufelposition sensorisch. Die Schaufeln werden einzeln entnommen. Zuerst führt der Greifer jede Schaufel zur Identifizierung an einem zweiten Sensor vorbei.
Auf Basis der ermittelten Daten wird die Robotersteuerung programmiert. Danach führt der Greifer jedes Teil in die beiden Strahlkabinen. Darin wird es zentrisch nach vorgegebenen Programmparametern gedreht. Dabei erhält die Oberfläche laut GDC eine einheitliche Rautiefe. So bearbeitet die Anlage 14 unterschiedlichen Schaufeltypen, für die jeweils ein anderer Bewegungsablauf in der Strahlkabine erforderlich ist.
Dabei ermöglicht eine Prozessvisualisierung, den Betriebszustand der Anlage am Steuerungsbildschirm zu verfolgen. Das erleichtert dem Turbinenhersteller, die Prozessparameter selbst zu verändern und so die Bewegungsabläufe für neue Schaufeltypen zu parametrieren. In dieser Möglichkeit des Selbsteingriffs sieht GDC eine wichtige Option für die Nachhaltigkeit des Automatisierungskonzepts, das beim Turbinenhersteller auch die komplette Fördertechnik und Logistik rund um die Strahlkabinen umfasst.
Das Ergebnis spiegelt sich in der Kundenzufriedenheit, die bereits zum nächsten Projekt beim Turbinenhersteller führte. Auch dabei geht es um die Automatisierung von Prozessschritten in der Oberflächenbearbeitung.
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