Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube
Teilereinigung

Leipold verzichtet auf halogenierte Lösemittel bei der Teilereinigung

| Redakteur: Jürgen Schreier

Der hohe Anspruch an ein sauberes Reinigungsergebnis wurde durch ein Konzept der Firma Hösel realisiert.
Bildergalerie: 1 Bild
Der hohe Anspruch an ein sauberes Reinigungsergebnis wurde durch ein Konzept der Firma Hösel realisiert. (Bild: Leipold)

Die Leipold-Gruppe hat in Wolfach neue Teilereinigungsanlagen installiert. Ab sofort verwendet der Hersteller von Präzisionsteilen aus Metall nur noch modifizierten Alkohol und wässrige Reiniger und verzichtet somit komplett auf den Einsatz umweltschädlicher und gesundheitsgefährdender halogenierter Lösemittel.

Die neuen Reiniger sind zudem weniger pflegeintensiv als das zuvor verwendete Mittel aus halogeniertem Kohlenwasserstoff. Somit sind die beiden Anlagen bei gleichbleibend hoher Reinigungsleistung leichter zu warten.

Umgang mit CKW ist sehr aufwendig

„Wir übernehmen Verantwortung für unsere Umwelt“, betont Geschäftsführer Pascal Schiefer. Der Verzicht auf das Lösemittel Perchlorethylen, das sonst oft bei der industriellen Reinigung zum Einsatz kommt, sei daher zunächst keine kaufmännische Entscheidung.

Perchlorethylen gehört zu den chlorierten Kohlenwasserstoffen (CKW). Der Umgang damit ist aufwendig. So sollte der Mensch den Kontakt damit vermeiden, da es sonst zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen kann. Außerdem muss das Lösemittel ständig überwacht und nachstabilisiert werden, da es sich sonst zersetzt. „Auch für unsere Kunden ist es wichtig zu wissen, dass die Produkte umweltgerecht und sicher produziert werden“, sagt Schiefer.

In drei Reinigungsschritten zum sauberen Produkt

Der hohe Anspruch an ein sauberes Reinigungsergebnis wurde durch ein Konzept der Firma Hösel realisiert. Die Metallteile sind nach der Produktion mit Spänen, Öl und wässrigen Gleitschleifrückständen verunreinigt. Öl und Wasser sind Stoffe, die sich nur mit unterschiedlichen Lösemitteln restlos reinigen lassen.

„Im neuen Konzept setzen wir zunächst modifizierten Alkohol, danach einen wässrigen Reiniger und in einem dritten Schritt erneut den modifizierten Alkohol ein. Alles in einer einzigen Vakuumkammer“, erklärt Schiefer. Weil der modifiziere Alkohol im letzten Schritt die restlichen Tenside des wässrigen Reinigers abreinigt, kommen die Teile nicht nur sauber, sondern auch komplett trocken aus der Maschine. Laut Schiefer lohne sich die Investition somit in allen Bereichen: „Umwelt, Arbeitssicherheit und Produktqualität – wir haben uns auf allen Feldern verbessert.“

Die Leipold-Gruppe produziert Präzisionsteile aus Kupferlegierungen und verschiedenen Stählen an vier Produktionsstandorten in Deutschland und in den USA.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42593135 / Oberflächentechnik)