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VDPB

Pinsel- und Bürstenindustrie mit neuer Geschäftsstelle

| Redakteur: Jürgen Schreier

Rainer Langelüddecke ist als Verbandsgeschäftsführer in der Werkzeugindustrie nun auch für die Pinsel- und Bürstenindustrie tätig.
Rainer Langelüddecke ist als Verbandsgeschäftsführer in der Werkzeugindustrie nun auch für die Pinsel- und Bürstenindustrie tätig. (Bild: VDPB)

Der Fachverband Werkzeugindustrie e. V. (FWI), Remscheid ist vom Verband der Deutschen Pinsel- und Bürstenhersteller e. V. (VDPB) mit der Übernahme der Geschäftsstellentätigkeit betraut worden.

Fünf Jahre nach dem Entstehen des VDPB durch die Fusion dreier Fachverbände leitet der Verband eine neue Epoche ein. Dieter Lessmann, Vorsitzender des VDPB, verspricht sich „eine Professionalisierung der Verbandsarbeit“ durch die Unterstützung des FWI und „Anstöße und Synergien für die Alltagsarbeit unserer rund 100 Mitglieder, die ja überwiegend inhaber- und zumeist familiengeführte Betriebe sind.“

Jeder Haushalt hat mindestens 10 bis 15 Bürsten und Pinsel im Gebrauch

Die Pinsel- und Bürstenmacher haben traditionell regionale Schwerpunkte unter anderem in Bechhofen (Landkreis Ansbach), Todtnau (Schwarzwald), Bad Lauterberg (Südharz) sowie im Vogtland.

Vorrangig für die Verbandsarbeit nennt Lessmann zunächst den Erhalt des Ausbildungsberufs der Pinsel- und Bürstenmacher in der Fachrichtung Bürstenherstellung. „Die dreijährige, duale Ausbildung strebt vom Ausbildungsbild her eine auf höchste Qualität bedachte Industrietätigkeit an“, die, so Lessmann, wesentlich zur Identität und des handwerklich orientierten Berufsbildes der Branche beiträgt und nicht schlankweg etwa den Maschinen- und Anlagenführern zugeordnet werden dürfe.

Rainer Langelüddecke, in Personalunion als Verbandsgeschäftsführer in der Werkzeugindustrie nun auch für die Pinsel- und Bürstenindustrie tätig, weist auf die breite Palette der Branche hin. „Jeder Haushalt hat mindestens 10 bis 15 Bürsten und Pinsel im Gebrauch – Haar-, Zahn-, Schuh-, Mascara-, Kleiderbürste, Besen, Backpinsel, Pinsel im Tuschkasten der Kinder, Staub- und Malerpinsel – hierzu kommen Streifenbürsten an Türen, Bürsten zur industriellen Oberflächenbearbeitung und Bürsten im Einsatz bei Herstellungsprozessen in nahezu jedem Industriezweig.“

Eine Branche mit 721 Mio. Euro Umsatz

Die Branche tätigte 2014 laut dem Statistischen Bundesamt einen Umsatz von rund 721 Mio. Euro (Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern), wovon rund 60 % aufs Inland und 40 % auf das vorwiegend europäische Ausland entfallen.

Vom 27. bis 29. April 2016 findet in Freiburg erneut im Vierjahres-Rhythmus die Interbrush statt. Sie ist die wichtigste Leitmesse der Branche und deren bedeutendster internationaler Treffpunkt. 200 Aussteller aus 29 Ländern waren zuletzt 2012 vertreten. 7000 Besucher kamen aus 85 Ländern. Ausgestellt werden Halbfertigerzeugnisse, Rohstoffe und Vormaterialien sowie neueste Entwicklungen auf dem Maschinensektor.

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