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CNC-Werkzeugmaschinen

CNC-Werkzeugmaschinen von Haas sichern Oldtimer-Kompetenz

| Autor / Redakteur: Matt Bailey / Victoria Sonnenberg

Ürsprünglich galt fast die ganze Leidenschaft von Stokes einem Alfa Romeo 8C, den die in Mailand ansässige Firma von 1931 bis 1939 gebaut hatte.
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Ürsprünglich galt fast die ganze Leidenschaft von Stokes einem Alfa Romeo 8C, den die in Mailand ansässige Firma von 1931 bis 1939 gebaut hatte. (Bild: Haas)

Wenn der Preis für ein altes Fahrgestell um ein deutliches höher ist, als der Neupreis war, kann es sich nur um einen Oldtimer handeln. Um Motoren und Motorenteile beispielsweise für den Alfa Romeo 8C originalgetreu nachbauen zu können, kommen vertikale CNC-Bearbeitungszentren zum Einsatz.

Die Jim Stokes Workshops Limited (JSW Group) hat sich auf das Restaurieren, Nachbauen und Pflegen wertvoller Oldtimer, insbesondere auf den Alfa Romeo 8C aus den 1930er-Jahren, spezialisiert. Von ihren Anfängen vor mehr als 30 Jahren in einem Hinterhof ist die JSW Group im Laufe der Jahre kontinuierlich gewachsen und belegt heute mit Leichtigkeit fünf geräumige Hallen in einem Gewerbegebiet in Waterlooville (Großbritannien). Das Unternehmen beschäftigt 50 Mitarbeiter, von denen viele Spezialisten für einige der seltensten Fachgebiete der Kraftfahrzeugtechnik sind.

Die Leidenschaft für den Alfa Romeo 8C war eine glückliche Fügung

Als Stokes sein Geschäft gründete, wurde er wahrscheinlich als etwas exzentrisch angesehen. Das war in den Jahren, bevor die Oldtimer zu Sammlerstücken und „sicheren Anlagen“ für das weltweite Kapital wurden. Damals galt fast seine ganze Leidenschaft einem Alfa Romeo 8C, den die in Mailand ansässige Firma von 1931 bis 1939 gebaut hatte. Später wurden der Achtzylinder-Reihenmotor und das Fahrgestell von Enzo Ferraris wachsender Scuderia, dem Alfa-Team und anderen in verschiedenen Ausführungen für die Straße und für Rennstrecken konfiguriert. Gefahren wurden sie von einigen der berühmtesten Namen des Motorrennsports, wie von Tazio Nuvolari, bei einigen der bekanntesten Rennen, so auch beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Händchen für den Alfa Romeo etablierte weltweit die 8C-Kompetenz

Damals, als der junge Stokes mit dem Polieren und Restaurieren begann, konnte wirklich niemand ahnen, dass der 8C aufgrund seiner geringen Stückzahl und der illustren Geschichte einmal zu dem begehrtesten Oldtimern der Welt werden würde.

In den Folgejahren konnte sich die JSW Group weltweit einen guten Ruf für ihre 8C-Kompetenz sowie für ihre umfassenden Kenntnisse bei ähnlich seltenen und exotischen Typen, wie Aston Martin, Ferrari, Jaguar, Lancia, Mercedes und Rolls-Royce, erwerben, die für Reparaturen, liebevolle Pflege vor und nach Rennen sowie gelegentlich auch für komplette Restaurierungen bei Stokes vorgestellt werden.

Wie bekannt ist, hat das Unternehmen in mühevoller Arbeit auch sechs Lancia D50 sowie einen kleinen gelben Ferrari 156 Sharknose, die klassischen F1-Monoposto-Rennwagen aus den 1950er- beziehungsweise 1960er-Jahren, nachgebaut. Diese Fahrzeuge haben mit ihrer Detailgenauigkeit und Authentizität überzeugt, sodass sie sogar von der FIA zugelassen wurden und daher an den streng kontrollierten Veranstaltungen teilnehmen dürfen, die reinrassigen Oldtimern vorbehalten sind.

Heute besteht die JSW Group aus den vier Geschäftsbereichen Triple M zur Teileproduktion, South Shore für Karosserien und Produktion, Classics by JSW für eher „Alltagsfahrzeuge“ und Jim Stokes Workshops Ltd als dem am besten bekannten Zweig der Unternehmensgruppe. Triple M besitzt drei vertikale CNC-Bearbeitungszentren von Haas, genauer je eine VF-2, VF-5 und VF-6.

Die „V8“, wie Stokes sie nennt, erlauben es Triple M, Einzelteile und Chargen von Komponenten, darunter Zylinderköpfe, Motorblöcke, Ventile, Kurbelgehäuse, Vergaser, Öl- und Wasserpumpen und vieles mehr, anzufertigen.

„Mir gefällt die amerikanische Technik und wie die Haas-Maschinen ihre Arbeit erledigen“, sagt er. „Sie haben sich als robuste und zuverlässige Maschinen bewährt und es uns ermöglicht, einen größeren Teil unserer Fertigung wieder selbst auszuführen.“

Doch wie das Unternehmen auf die Haas-Maschinen aufmerksam wurde, ist eine ganz andere Geschichte. Tony Fairbairn, einer der langjährigen Maschinenbediener bei der JSW Group, hatte das Unternehmen verlassen, um bei einer anderen Firma des Ortes – in einer ganz anderen Branche – sein Glück zu versuchen. Dort liefen bereits mehrere Maschinen von Haas. Doch bei JSW wollten sie ihn zurückhaben und überlegten, womit sie ihn zur Rückkehr überreden könnten.

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