Spanende Fertigung

Kraftpakete für Werkzeugschleifer

28.09.2006 | Redakteur:

Ob für Nachschärfbetriebe oder Werkzeughersteller – Schütte bietet mit vier Varianten der CNC-Werkzeug-schleifmaschinen-Baureihe 305 für nahezu jede Schleifaufgabe eine geeignete Schleifmaschine.

Die Produktion der konventionellen Werkzeugschleifmaschine wird eingestellt, und die CNC-Werkzeugschleifmaschine 205 durch die 305 Trend ersetzt - der Kölner Werkzeugschleifmaschinen- und Mehrspindler-Spezialist Alfred H. Schütte GmbH & Co. KG hat mittlerweile sein Produktportfolio für Werkzeugschleifer arrondiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Die vier Varianten unserer 305er-CNC-Werkzeugschleifmaschinen-Baureihe decken ein sehr breites Anwendungsspektrum ab, angefangen vom Nachschärfen bis hin zum hochproduktiven Herstellen von komplexen Mikro-Werkzeugen“, erläutert Michael A. Haas, COO und Gesamteiter Schleifmaschinen. Zielführend bei der Maschinenentwicklung sei das Unternehmensleitbild „Präzision, Innovation, Qualität und Technologie“ gewesen. „Wir bieten unseren Kunden hochpräzise, zuverlässige Werkzeugschleifmaschinen mit hohem technischen Standard und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis“, positioniert er die Maschinen im Markt. Basis der Produktfamilie ist die fünfachsige CNC-Werkzeug- und Universal-Schleifmaschine 305, die sich sowohl für das Nachschärfen und Produzieren von rotierenden und nichtrotierenden Präzisionswerkzeugen eignet als auch fürs Vor- und Fertigschleifen von Werkstücken mit komplexen Geometrien. „Die integrierte Rundschleifachse mit digitalem AC-Direktantrieb und Drehzahlen bis 2500 Touren, beispielsweise fürs Außenrund-Formschleifen oder das Seitenschälschleifen, weist keine Wettbewerbsmaschine auf“, betont Haas eines der Alleinstellungsmerkmale. Der modulare Aufbau dieser Maschinen ermöglicht flexibles Anpassen an die individuellen Anforderungen von Kunden. Nachgeschärft und hergestellt werden können damit nahezu alle Präzisionswerkzeuge, seien es Schaft- oder Gesenkfräser, Stufenwerkzeuge, Walzenfräser, Profilwerkzeuge oder Sonderwerkzeuge mit komplexen Geometrien, ebenso wie komplexe Maschinenbauteile. Entsprechend angewandt werden verschiedene Außenrundschleifverfahren oder das Hochleistungs-Tiefschleifen sowie das Schleifen mit profilierten Scheiben und das Pendelhubschleifen. Die dazu benötigten Schleifscheibenpakete mit angepassten Kühlschmierstoffdüsen können im 4fach-Schleifscheibenmagazin abgelegt und automatisch gewechselt werden. Das automatische Be- und Entladen übernimmt ein integrierter Pick-up-Lader, der die Werkstücke aus einer Palette entnimmt und nach dem Schleifen dort ablegt. Hinsichtlich der Kinematik haben sich die Schütte-Entwicklungsingenieure etwas einfallen lassen. Durch die unter 30° schräg angeordnete C-Achse werden die im Kraftfluss liegenden Hebelarme auf ein Minimum verkürzt. „Das bewirkt im Vergleich zu einer rechtwinkligen Achsanordnung zum einen eine deutlich höhere Steifigkeit und zum anderen baut die Maschine kompakter, bei großen Verfahrwegen“, so Haas. Ein weiterer Vorteil: Aufgrund der Schräge werden die Schleifspäne mit dem Kühlschmierstoff nach unten gespült. Komfortable Schleifsoftwarekann angepasst werdenUnd damit Anwender das Leistungspotenzial der Werkzeugschleifmaschinen auch ausschöpfen können, bietet Schütte eine entsprechend komfortable Schleifsoftware SIGS (Schütte Indegrated Grinding Software), die um kundenspezifischeFeatures erweitert werden kann. Die strukturierte Dateneingabe folgt den logischen Zusammenhängen zwischen den Daten von Bearbeitung, Schleifscheiben, Schleifoperationen, Schleifparameter und Werkstückgeometrie, aus denen das NC-Programm berechnet wird. „Dabei ist es möglich, alle Dateinamen zu einer bestimmten Schleifaufgabe unter einem Oberbegriff „Projekt“ zu speichern und wieder aufzurufen. Mehrere unterschiedliche Projekte können zu einer „Projektliste“ zusammengefasst werden, aus der beispielsweise Sonderwerkzeuge auf relativ einfache Weise erzeugt werden können. Diese gelungene Symbiose aus leistungsfähiger Schleifmaschine und „intelligenter“ Software führt letztlich zu hoher Produktivität.Auf Basis dieser 305er-Standardmaschine wurden die 5-Achs-CNC-Werkzeugschleifmaschinen 305 Trend, Linear und Micro entwickelt. „Mit unserer CNC-Werkzeugschleifmaschine 305 Trend haben wir ein wirtschaftliches Komplettpaket mit einem hohen technischen Standard geschnürt, mit dem Einsteiger und Nachschärfbetriebe ein breites Werkstückspektrum nachschärfen und automatisch abarbeiten können“, nennt Haas die anvisierte Zielgruppe für diese Maschine. Zum Komplettpaket gehören ein 3fach-Scheibenwechsler, Ölnebel-absaug- und Kühlmittelfilteranlage sowie eine Schleifspindel mit Drehzahlen bis 12000 Touren. Das pneumatische Mehrbereichsspannfutter spannt verschiedene Werkzeugtypen und auch unterschiedliche Schaftdurchmesser. Option ist ein Pick-up-Lader mit 50fach-Kettenmagazin. Die in der Leistung begrenzte Schleifsoftware ist für die Werkzeugproduktion nicht geeignet. „Für Anwender, die Werkzeuge nicht nur nachschärfen, sondern auch kleine Stückzahlen produzieren möchten, bieten wir ab Werk ein Plus-Paket, das eine Spindel mit höherer Leistung, eine adaptive Vorschubregelung und ein anderes Spannfutter enthält“, sagt Haas. Die 305 Trend, die die Werkzeugschleifmaschinen 205 ersetzt, soll die „Brot und Butter“-Maschine werden und mittelfristig einen Anteil von mehr als 40% zum Schleifmaschinenumsatz bei-tragen. Anspruchsvollere Schleifaufgaben als die 305 Standard bewältigt die CNC-Werkzeug- und Universalschleifmaschine 305 linear, die in allen fünf Achsen mit Direktantrieben ausgerüstet ist. „Damit ist auch das mehrachsige, zeilenförmige CNC-Schleifen kleiner Losgrößen von Werkzeugen mit anspruchsvollen Profilformen oder mit Rundumprofil wirtschaftlich, weil die linearen Achsen der Maschine schnell pendeln und eine extrem hohe Positionier- und Wiederholgenauigkeit sowie Präzision aufweisen“, erläutert Haas. Die Linearantriebe bieten eben sehr große Dynamik, hohe Beschleunigungen bis zu 1 g und hohe Genauigkeit. Der mit fünf Magazinplätzen ausgerüstete Schleifscheibenwechsler bietet genügend Spielraum zur wirtschaftlichen Fertigung.Schleifen von Werkzeugenmit 18 µm DurchmesserWenn es ums filigrane Schleifen von Mikrowerkzeugen geht, kommt die CNC-Werkzeugschleifmaschine 305 Mikro zum Zuge. „Anwender können damit auch Mikrowerkzeuge mit 18 µm Durchmesser prozesssicher und reproduzierbar bearbeiten“, betont Haas. In dieser Hinsicht habe Schütte die Nase vorn. Für eine genaue, spielfreie und stabile Werkstückspannung sorgt das patentierte Schütte-Werkstückführungssystem WFS. Es ist das Herzstück dieser Maschine und sorgt für einen Schwingungs- und vibrationsarmen Schleifprozess. Deshalb können höhere Vorschübe gefahren werden, die kurze, wirtschaftliche Schleifzeiten ergeben. Minimierte Rüstzeiten erreicht die Feinjustage des Auflagenprismas mit gespanntem Werkstück, wobei Niederhalter, Werkstück und Grundhalter in einem geschlossenen Kraftfluss liegen und die gesamte Einheit verstellt wird. „Diese Werkzeugschleifmaschine vereint alle Vorteile der Basismaschinen 305 mit den Vorzügen von Linearmotoren in allen linearen und rotatorischen Achsen“, meint Haas. Um das Rundschleifen der Rohlinge und das Fertigschleifen der Schneiden in einer Aufspannung durchführen zu können, biete Schütte eine Universal-Rotationsachse an, die sowohl als genaue Interpolationsachse als auch als Rundschleifachse mit bis zu 4000 min-1 genutzt werden kann. Dadurch verkürzt sich die Pro-zesskette und der Bedarf einer Rundschleifmaschine entfällt. Wer sich von der Leistungsfähigkeit dieser Kraftpakete für Werkzeugschleifer hautnah überzeugen möchte, hat dazu auf der Grindtec Gelegenheit.

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