29.07.2008 | Redakteur: Annedore Munde

Das Laser Institute of America (LIA) hat den höchsten Preis im Bereich der Lasertechnik, den Arthur L. Schawlow Award, in diesem Jahr Prof. Eckhard Beyer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden und Direktor des Institutes für Oberflächen- und Fertigungstechnik an der TU Dresden, zuerkannt.
Mit dem Schawlow Award werden die Verdienste von Persönlichkeiten gewürdigt, die einen herausragenden Beitrag zur Anwendung von Lasern in Wissenschaft, Industrie oder Bildung geleistet haben. Namensgeber des Preises ist Professor Arthur L. Schawlow, der 1981 für seinen Beitrag zur Entwicklung der Laser-Spektroskopie den Nobelpreis für Physik erhielt.
Professor Beyer arbeitete nach Physikstudium und Promotion an der TH Darmstadt zunächst zwölf Jahre am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT Aachen. Dort entwickelte er zum Beispiel das Prinzip der rotierenden Hohlnadel, das heute weltweit zur Bestimmung der Eigenschaften eines Laserstrahles eingesetzt wird. Zahlreiche bedeutende Patente befassen sich mit unterschiedlichen Möglichkeiten zur intelligenten Prozesskontrolle beim Laserstrahlschneiden und -schweißen. 1994 präsentierte Beyer den ersten Hybridschweißprozess zum Tiefschweißen. Heute gilt er als anerkannte Autorität auf diesem Gebiet.
Seit 1997 ist Beyer Institutsleiter des Fraunhofer-IWS in Dresden. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Institut zu einem international bekannten und renommierten Forschungsstandort für Laser- und Oberflächentechnik. Hervorzuheben sind die zahlreichen in die industrielle Fertigung überführten Lasertechnologien und Komponenten, beispielsweise das Laserstrahlschweißen von Pkw-Antriebskomponenten, das Remote-Schneiden von Airbagmaterial und Metallfolien sowie das Laserstrahlhärten und -auftragschweißen.
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