28.09.2006 | Redakteur:
Plasmaschneidanlage sorgt für hohe Oberflächengüte beim Schneiden von Blechen bis 20 mm. Das Herstellen von glatten, rechtwinkligen und bartfreien Schnittflächen, die nachbearbeitungsfrei für die...
Das Herstellen von glatten, rechtwinkligen und bartfreien Schnittflächen, die nachbearbeitungsfrei für die Weiterverwendung eingesetzt werden können, ist eine der wichtigsten Anforderungen an heutige Schneidverfahren. Für das Plasmaschneiden kommt die im Jahr 2000 von Kjellberg eingeführte Hifocus-Technik diesem Anspruch entgegen. Mit der Weiterentwicklung Hifocus-Plus soll das Qualitätsniveau dem des Lasers sehr nahe kommen und deutliche Kostenvorteile bieten.Diese Technik, die durch weitere Optimierung des Strahlerzeugungssystems des Plasmabrenners die Rechtwinkligkeit der Schnitte nochmals verbessert, ist zum Fasenschneiden sowie zum Schneiden dreidimensionaler Bauteile und seit neuestem auch für den Einsatz an CrNi-Stählen geeignet. Die metallverarbeitende Industrie orientiert sich zur Zeit an zwei Entwicklungstendenzen beim Zuschnitt. Die eine Tendenz liegt in der Ausweitung in ein breites Abmessungsspektrum, um jegliche Art von Aufträgen akquirieren zu können. Andererseits wächst der Anteil der Dünnbleche bis 10 mm ständig und eine Reihe von Unternehmen richtet ihre Produktion auf diesen Trend aus. Inverter bietet Schneidstrom zwischen 10 und 80 A Dieser Entwicklung entgegenkommend präsentiert Kjellberg Finsterwalde den Plasmaschneidinverter Hifocus 80i, der einen Schneidstrombereich von 10 bis 80 A bei 100% Einschaltdauer bietet (Bild 1). Der empfohlene Einsatzbereich dieser neuen Anlage liegt bei Blechen zwischen 0,5 und 20 mm Dicke und trifft damit auch die Bedürfnisse der Automobilindustrie. Es lassen sich nicht nur zweidimensionale Werkstücke, sondern auch dreidimensionale Zuschnitte, wie bei Fahrzeugzulieferern, Rohrleitungsbauern oder Stahlbaubetrieben üblich, durchführen. Bartfreie Schnitte mit sehr geringen Rechtwinkligkeitstoleranzen und hoher Oberflächengüte sind bis 15 mm erreichbar.Der Einsatzbereich wird noch erweitert durch die Verwendung spezieller Verschleißteile für den Plasmabrenner Percut 80, die auch beim 3D-Schneiden Fasenschnitte bis zu einem Winkel von 45° und einer Materialdicke bis 15 mm ermöglichen. Die Erhöhung der Lebensdauer von Düse und Katode verbessert die Verfügbarkeit. So konnten unter simulierten Produktionsbedingungen bereits 1200 Einstiche mit einer Winkelabweichung unter 3° erzielt werden. Plasmaschneidanlage für den unteren BlechdickenbereichFür den Einsatz an Schneidtischen, die vorrangig mit maximalen Blechdicken von 10 bis 15 mm arbeiten, wird eine neue Generation luftgekühlter Plasmaschneidinverter (Bild 2) unter dem Namen Cutfire auf den Markt kommen. Die primär getakteten Inverter bieten bei 100% Einschaltdauer 50 beziehungsweise 90 A. Der Schneidstrom kann stufenlos vorgewählt und somit der Schneidaufgabe angepasst werden. Diese leichtgewichtigen Low-Cost-Varianten - sie wiegen nur 22 oder 26 kg ] sind laut Kjellberg die ideale Lösung für Lüftungsbauer und Handwerksbetriebe mit ähnlichen Anwendungen, bei denen kein kontinuierlicher Schneidbedarf vorhanden ist. Eine integrierte CNC-Schnittstelle ist serienmäßig vorhanden.
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