Fraunhofer IWS

Neues System zum Laserschneiden spart 60% der Bearbeitungszeit

22.04.2009 | Redakteur: Annedore Munde

Mit Zusatzachsen in der Laserschneidemaschine konnten Fraunhofer-Forscher das Laserschneiden deutlich beschleunigen. Bild: Fraunhofer

Ein neuartiges System zum hochdynamischen Schneiden von Blechen mit Gasunterstützung haben Forscher des Fraunhofer-Institutes für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden entwickelt. Erstmals kombinierten sie die vergleichsweise trägen Hauptachsen der Maschine mit hochdynamischen Zusatzachsen. Dafür wurde in die Schneidbearbeitungsoptik eine 2D-Strahlablenkoptik eingesetzt.

Während die trägen Maschinenachsen einer einfachen Bahnbewegung folgen, übernehmen die Zusatzachsen die Bewegung des Laserstrahles in Bereichen starker Ruck- und Beschleunigungsphasen, also im Bereich kleinster Konturen und Ecken.

Synchron zum Laserstrahl wird eine separat angetriebene, extrem leichte Schneidgasdüse bewegt. Sie ermöglicht das Schneiden von komplizierten Konturen in Blechen bis 5 mm Dicke. Aufgrund der geringen zu bewegenden Massen (< 300 g) sind Beschleunigungen bis 100 m/s-2 und Geschwindigkeiten bis 1,5 m/s-1 am Bauteil realisierbar. Gegenüber dem konventionellen Laserstrahlschneiden ohne Zusatzachsen konnte so bei komplexen Schneidgeometrien ohne große Optimierung mehr als 60% der Bearbeitungszeit eingespart werden, teilt das IWS mit.

Präsentiert wird die Neuentwicklung im Juni auf der Messe Laser in München (Halle C2, Stand 350).

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