28.09.2006 | Redakteur:
Dem wachsenden Bedarf an hochempfindlichen Bauteilen sowie den immer höher werdenden Ansprüchen hinsichtlich Toleranz und Kantenqualität folgend hat GAS seine Baureihe von Nutzen-trennern durch ein...
Dem wachsenden Bedarf an hochempfindlichen Bauteilen sowie den immer höher werdenden Ansprüchen hinsichtlich Toleranz und Kantenqualität folgend hat GAS seine Baureihe von Nutzen-trennern durch ein Lasergerät erweitert. Die Baureihe umfasst insgesamt fünf Geräte für den Stand-alone-Betrieb. Bei der Neuentwicklung trennt ein CO2-Laser, bei den vier anderen Geräten ein Scheiben- oder Schaftfräser die Leiterplatten aus dem Nutzen. Das Materialhandling erfolgt nach dem Shuttleprinzip. Lediglich bei der Economic-Ausführung wird der Leiterplattennutzen auf einen Werkstückträger gelegt und über eine Schublade in den Arbeitsraum geschoben. Ein die Baureihe abrundendes Inline-Gerät lässt sich optional mit einem GAS-Palettierer automatisieren. Zusammen mit Servogreifern für das Handhaben der Leiterplatten ist dieses Gerät vielseitig einzusetzen.Die Neuentwicklung SAL-1400 ist für Leiterplattennutzen von 400 mm × 350 mm × 2 mm ausgelegt. Sie trennt die Leiterplatten mit einem Laserstrahl stress- und vibrationsfrei aus dem Nutzen. Der Trennspalt von nur 0,15 mm kommt der Miniaturisierung der Bauteile entgegen und der genau über Umlenkspiegel zu positionierende Laserstrahl verhindert trotz der kleinen Arbeitsflächen Beschädigungen an den Nachbarelementen. Für Springbewegungen lässt sich der Laserkopf durch eine NC-Kurzhubachse in Z-Richtung schnell anheben. Da zum manuellen Einlegen der Nutzen zwei Positionen zur Verfügung stehen, kann das Teilehandling unabhängig vom Trenn-vorgang erfolgen. Die Nutzen werden von zwei im unteren Bereich der Maschine angeordneten und von Kreuzachsen geführten Tischen aufgenommen. Dadurch sind zeitgleiche Beschickungs- und Entnahmearbeiten möglich, während der Nutzen bahngesteuert zur Bearbeitung unter die Laserquelle verfahren wird. Ein optional lieferbares Kamerasystem erkennt die Bohrlöcher oder Passermarken auf dem Nutzen und startet danach das Trennprogramm. Dieses System kann zusätzlich zum Scannen der auf den Leiterplattennutzen oder den Werkstückträgern angebrachten Barcodes und/oder Datamatrixcodes genutzt werden.Trotz der hohen Verfahrgeschwindigkeiten von 2000 mm/s in X- und Y-Richtung sowie 1000 mm/s in der Z-Achse positionieren die GAS-Linearmotorantriebe den Nutzen und das Werkzeug mit einer Wiederholgenauigkeit von +/- 0,01 mm. Alle Bedienfunktionen lassen sich an dem schwenkbaren Touch-Screen-Monitor bequem eingeben. Das Betriebssystem läuft unter Windows 2000 oder Windows XP und kann mit einer IPC-Steuerung nach kurzer Einweisung bedient werden.Für den automatischen Arbeitsablauf empfiehlt sich ein Bilderkennungssystem. Es erfasst die Lage des Nutzens im Arbeitsraum, veranlasst gegebenenfalls eine Achskorrektur des Trennwerkzeuges und startet nach dem Identifizieren des jeweiligen Codes ein teileabhängiges Trenn- und Handlingprogramm. Als weitere Automatisierungselemente sind ein Barcodeleser, leiterplattenspezifische WT-Codierungen, eine Gut- und Schlechtteileerkennung, eine Werkzeugbruch- und Fräsbürstenkontrolle sowie ein Produktionsdatenerfassungssystem mit Traceability-Funktion lieferbar.Mit dem Modell SAR 1000 D lassen sich Nutzen bis zu einer Größe von 366 mm × 442 mm und 0,5 bis 3,2 mm Dicke bearbeiten. Eine Drehachse positioniert den Scheibenfräser in der C-Achse von 0 bis 90° in Schritten von 0,01°. Je nach Einsatzgebiet kommen hartmetall- oder galvanisch beschichtete Scheibenfräser ab einer Dicke von 0,3 mm und einem Durchmesser von 75 mm zum Einsatz. Die Leiterplattennutzen werden von zwei Werkstückträgern nach dem Shuttleprinzip in Fräsposition gebracht. Dadurch kann der Bediener während der Hauptzeit die Leiterplatten entnehmen und den zweiten Werkstückträger beladen. Der auf dem Shuttle montierte Werkstückträger gelangt in weniger als 4 s von der Beladeposition in die Arbeitsstellung. Modell SAR-1000 B verfügt über denselben Arbeitsbereich und Automatisierungsgrad, arbeitet jedoch mit Schaftfräsern von 1 bis 3 mm Durchmesser. Einen wirtschaftlichen Einstieg in die Nutzentrennung ermöglicht das Modell SAR-1000-economic. Der Bediener legt den Nutzen in eine Schublade mit teilespezifischem Werkstückträger. Der weitere Ablauf mit Fixieren der Schublade im Arbeitsraum, Positionieren und Verfahren des Schaftfräsers, Vereinzeln der Leiterplatten, Ausfahren der Schublade und Entriegeln erfolgt automatisch. Größere Nutzen bis 349 mm × 442 mm und 3 mm Dicke lassen sich mit dem Modell SAR-1250-B/D bearbeiten. Durch den wahlweisen Einsatz eines Scheiben- und eines Schaftfräsers ist dieses Modell besonders flexibel einzusetzen. Beide Fräser arbeiten von oben und werden von vertikalen Linearmotorachsen getrennt positioniert. Somit kann wechselweise mit beiden Fräsern oder nur mit jeweils einem gearbeitet werden.Bei dem Inliner-Modell ILR-1500 trennen die in einem Kreuzachsensystem aufgenommenen Schaftfräser mit 1 bis 3 mm Durchmesser die Leiterplatten von unten aus dem bis 380 mm × 300 mm × 3,2 mm großen Nutzen. Dieser gelangt über ein Transportband in den Arbeitsraum und wird dort positioniert, pneumatisch indexiert und geklemmt. Eine vom Bilderkennungssystem gesteuerte Greifeinrichtung fasst die Leiterplatte vor dem Trennvorgang. Je nach Nutzenart und -größe kommen dafür Servogreifer oder pneumatische Ein- oder Mehrfachgreifer zum Einsatz. Die einzelnen Leiterplatten werden auf einem Gurtband, einem Werkstückträger oder in einer Palette, die optional mit dem GAS-Palettierer gekoppelt sein kann, lagerichtig sortiert und palettiert.Alle Modelle mit Schaftfräser verfügen über eine Werkzeugbruch- und Fräsbürstenkontrolle. Der Frässtaub wird unabhängig davon, ob ein Scheiben- oder Schaftfräser verwendet wird, von einer am Fräskopf montierten Absaugung aus dem Arbeitsraum entfernt und entsprechend den Gegebenheiten abgeführt. Reststücke fallen in einen am Shuttlerahmen montierten, ausziehbaren Abfallbehälter.MM
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