18.03.2010 | Autor / Redakteur: Dietmar Kuhn / Dietmar Kuhn
Aber auch in technischer Hinsicht sieht Herlan drastische Veränderungen auf die Kaltfließpresser zukommen. Demnach wird der Trend zu höherer Präzision mit in die Bauteile zusätzlich integrierten Funktionen ungebrochen sein. Der Leichtbau wird den Geist von Produktentwicklern und Konstrukteuren weiter fordern und Werkstoffe werden zunehmend fester und benötigen dadurch andere Fertigungsprozesse. Die Lebensdaueroptimierung von Werkzeugen wird permanent auf der Tagesordnung stehen und die Pressentechnik wird zunehmend durch Umformmaschinen mit Servoantrieben gekennzeichnet.
Alles in allem wird sich die Zulieferbranche in den nächsten Jahren einem fast schon radikal zu nennenden Umdenkungs- und Veränderungsprozess nicht entziehen können. Die Automobilindustrie kann dabei nicht länger die Hauptabnehmerbranche und für viele Kaltfließpresser das einzige Standbein bleiben. Um dennoch genug Absatzmarkt zu haben, müssen sowohl neue Kunden entdeckt und entwickelt als auch auf neue Märkte zugegangen werden. Was die Technik und die Prozessbeherrschung angeht, so werden die deutschen Kaltmassivumformer ihren Spitzenplatz in der Welt sicher behalten.
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