VDMA

Anbieter von Hütten- und Walzwerkeinrichtungen haben Talsohle noch nicht erreicht

06.04.2010 | Redakteur: Stéphane Itasse

Die Anbieter von Hütten- und Walzwerkseinrichtungen dürften erst zur Jahresmitte die Talsohle erreichen, prognostiziert der VDMA. Bild: Stahl-Online

Die Umsätze der Branche der Hütten- und Walzwerkeinrichtungen sinken seit Anfang 2010. Die Hälfte der Teilnehmer an der Konjunkturumfrage rechne für das laufende Halbjahr mit Umsatzeinbußen zwischen 15 und 40%, sagte Dr. Gutmann Habig, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbandes Hütten- und Walzwerkeinrichtungen, laut einer Mitteilung des Verbandes. Beim Auftragseingang herrsche aber verhaltener Optimismus.

„Auf der nun allerdings viel niedrigeren Basis rechnet die Mehrheit der Antwortenden mit neuen Aufträgen, wobei sich ein Durchschnittswert von plus 20% ergibt“, berichtete Habig. Positive Signale seien im Dezember 2009 sowie im Januar 2010 allerdings zunächst nur aus den Euro-Ländern gekommen. Auf den anderen Märkten lasse sich zurzeit noch kein klarer Erholungstrend erkennen.

Keine genaue Prognose möglich

Welches Profil das vor der Branche liegende Tal annehmen wird, sei schwer zu ermessen. Prognosen würden nicht zuletzt durch den hohen Anteil an Anlagengeschäft erschwert, das prinzipiell starken Schwankungen unterworfen ist und lange Projektdurchlaufzeiten aufweist.

„Wie die aktuelle Fachverbands-Konjunkturumfrage zeigt, sind die Folgen der Krise für die Branche noch längst nicht überwunden. Die Talsohle wird umsatzseitig vermutlich erst nach der Jahresmitte 2010 erreicht werden. Zudem werden gestiegener Wettbewerbsdruck und die hohen Finanzierungsrisiken den Absatz von Hütten- und Walzwerkeinrichtung noch das gesamte Jahr über belasten“, sagte Habig.

Hütten- und Walzwerkeinrichtungen leiden unter starkem Auftragseinbruch

Die Branche hatte 2009 im Schnitt mit über 60% starke Rückgänge der Auftragseingänge zu verkraften, heißt es. Mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen verzeichneten Rückgänge in großem Umfang. Sie seien im Gesamtjahr 2009 außerdem stark von Rückstellungen im Umfang von durchschnittlich mehr als 15% des gesamten Auftragseingangs betroffen gewesen.

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