Biegen

Ucimu sieht Aufschwung bei Biegemaschinen

24.05.11 | Redakteur: Stéphane Itasse

Ucimu-Präsident Giancarlo Losma sieht die italienischen Hersteller bei Biegemaschinen gut aufgestellt. (Bild: Ucimu)
Ucimu-Präsident Giancarlo Losma sieht die italienischen Hersteller bei Biegemaschinen gut aufgestellt. (Bild: Ucimu)

Im Umfeld der Messe Lamiera in Bologna sieht Giancarlo Losma, Präsident des italienischen Verbandes für Werkzeugmaschinen, Robotik und Automation, einen Aufschwung für die Biegemaschinen. Grund dafür sei nicht zuletzt ihre technische Weiterentwicklung.

„Biegemaschinen sind nunmehr in der Lage, bei gleichen Kosten signifikante Vorteile in Bezug auf die Endbearbeitung des Produkts und die Materialbeständigkeit zu bieten“, sagte Losma laut einer Ucimu-Mitteilung. Daten aus dem Jahr 2010 bestätigten auch für Biegemaschinen den allgemeinen Industrieaufschwung. Die Weltproduktion stieg um 17,2% auf 13,5 Mrd. Euro und eroberte so ein Gutteil des 2009 verlorenen Terrains zurück.

Italien bei Biegemaschinen gut aufgestellt

Mit einem Anteil am Gesamtwert von 29,5% steht nun China an der Weltspitze bei Biegemaschinen, gefolgt von Deutschland und Italien, die für 16,1% beziehungsweise 13,5% verantwortlich stehen. „Angesichts des Umfelds scheint Italien also gut aufgestellt zu sein“, meinte Losma.

Die italienischen Biegemaschinen-Hersteller sieht Losma in diesem Umfeld gut aufgestellt: „Ich denke da an das Angebot der Deutschen, das aus technischer Sicht und unter dem Support-Aspekt zweifellos stark ist. Die Italiener brauchen sich aber nicht daneben zu verstecken, das sagen die Zahlen und das Echo auf den internationalen Märkten.“

Der eigentliche Faktor, der das „Made in Italy“ der Branche von deutschen Erzeugnissen abgrenze, sei die Produktionsweise. Die Deutschen seien erstklassige Lieferanten von Standardmaschinen. Die Italiener würden, entsprechend dem Innovationsniveau, maßgeschneiderte Biegemaschinen bieten. „Ein individueller Zuschnitt des Angebots, der aber auch längere Lieferfristen bedeutet, weshalb wir, die Hersteller des „Made in Italy“, wirklich alles daran setzen müssen, die „time to delivery“ nach Möglichkeit zu verkürzen“, forderte der Ucimu-Präsident.

Auch als Biegemaschinen-Markt bleibt Italien bedeutend

Auch als Markt für Biegemaschinen sieht Losma Italien weit vorne. Hinter China, das mit mehr als 3,5 Mrd. Euro 35,6% des weltweiten Gesamtmarkts bestreitet, kämen gleich Deutschland und Italien, die sich Rang zwei mit einem Anteil von 9,8% beziehungsweise 9,2% streitig machen.

Bei den Importen in Italien führen die deutschen Hersteller und haben einen Anteil von 26,1% an den Biegemaschinen-Einfuhren. „Insbesondere 2010 haben die Maschinen „made in Germany“ einen Wert von 48,1 Mio. Euro erreicht, was einem Zuwachs um 21,1% im Vergleich zu 2009 entspricht“, wie Losma berichtet.

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